weather-image
27°

Gemeinde kaufte die Gruber-Alm

1.7
1.7

Seeon-Seebruck – Die Gemeinde Seeon-Seebruck hat die Gruber-Alm in Roitham in Roitham erworben und im Gegenzug das Anwesen Scheitzenberg in Seeon abgestoßen. Das gab Bürgermeister Bernd Ruth beim Bürgerdialog des CSU-Ortsverbandes Seeon-Seebruck-Truchtlaching beim Alten Wirt in Seeon bekannt (wir berichteten). Kauf- bzw. Verkaufspreise wurden offiziell nicht genannt.


Die Spekulationen, die in der Gemeinde kursieren, dass auf dem traumhaft gelegenen rund 7000 Quadratmeter großen Gesamtgrundstück Bauland geschaffen werden soll, schloss Ruth prinzipiell nicht aus. Im Moment lägen aber noch keine konkreten Planungen auf dem Tisch. In die Traditionsgaststätte, die nach Angaben von Ruth seit 20. Oktober geschlossen ist, soll während der Bauphase des neuen Seebrucker Rathauses die Gemeindeverwaltung für zwei Jahre ausgelagert werden. Nach Angaben des Bürgermeisters habe sich die Gemeinde alternativ erkundigt, was eine Anmietung von Büro-Containern kosten würde, in denen die Verwaltung provisorisch untergebracht werden könnte. Die Kosten für die Miete würden sich bei 200 000 Euro bewegen. Der neue Besitzer des rund 3,5 Hektar großen Anwesens Scheitzenberg, das die Gemeinde vor einigen Jahren erworben und jetzt wieder abgestoßen hat, möchte dort wieder eine Gastronomie betreiben.

Anzeige

Zum geplanten Neubau der Truchtlachinger Brauerei Camba Bavaria teilte Ruth mit, dass für das zunächst umstrittene Projekt im Seeoner Gewerbegebiet letztendlich eine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde. Durch Grundstückstäusche sei erreicht worden, das geplante Gebäude in nordwestliche Richtung zu verschieben. Mit der neuen Bauleitplanung sei es jetzt gelungen, den Verkehr des geplanten Vorhabens nicht mehr über den Kreisverkehr im Gewerbegebiet zu leiten. Nach Aussagen des Bürgermeisters, halte die Firma BrauKon nach wie vor an dem Bauvorhaben fest. Ein weiteres großes Bauwerk, auf das Ruth näher einging, betraf den Neubau der Alzbrücke in Seebruck. Ein konkretes Zeitfenster, wann das Staatsstraßenprojekt inklusive eines Geh- und Radweges realisiert werden soll, konnte er nicht aufmachen. Während sich die Gemeinde für einen seeseitigen Geh-und Radweg ausspricht, plädiert der Baulastträger, der Freistaat Bayern, vertreten durch das Straßenbauamt Traunstein, für einen Geh- und Radweg an der Alzseite. Das Bauvorhaben besitzt in einer Dringlichkeitsliste zwar Priorität. Schenkt man den Aussagen von MdL Klaus Steiner Glauben, der bei einer Besichtigung der Brücke im vergangenen August aufgrund der vielen anstehenden Straßenbauprojekte vor zu viel Euphorie gewarnt hatte, dürfte bis zum Bau der Maßnahme noch viel Wasser die Alz hinunter fließen. Auch die Ideallösung, den Verkehr durch eine Umgehungsstraße aus dem Ort zu bringen, dürfte vom Tisch sein. »Eine Ortsumfahrung werden wir in den nächsten 30 Jahren nicht erleben«, sagte Ruth. Ein weiteres Staatsstraßenprojekt, das zwar noch in den Kinderschuhen steckt, betrifft einen Kreisverkehr bei Lambach. Nach Angaben des Bürgermeisters sei die Forderung nach einem »Kreisel« beim Straßenbauamt Traunstein auf wenig Gegenliebe gestoßen. Die Gemeinde sei gerade dabei, die notwendigen Grundstücksverhandlungen zu führen.

Zum im September in Truchtlaching eingeweihten neuen Bürgersaal sagte Gemeinderat Franz Wörndl, die veranschlagten Kosten von 480 000 Euro seien eingehalten worden. Der Saal im Trachtenheim und Gemeindekindergarten, der von allen Bürgern in der Gemeinde Seeon-Seebruck genutzt werden kann, wurde über das Leader-Förderprogramm mit rund 150 000 Euro bezuschusst. Mit dem Trachtenverein wurde eine Nutzungsvereinbarung abgeschlossen. ga