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Gemeinde beteiligt sich an Kosten für Übergabeschacht

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Wasserwart Georg Mayer überprüft wöchentlich die Wasseraufbereitungsanlage des WBV Piesenhausen. (Foto: Giesen)

Marquartstein. 100 Haushalte werden vom Wasserbeschaffungsverband (WBV) Piesenhausen mit Trinkwasser versorgt, rund 400 Personen. Der Vorstand des WBV, Toni Seitz, wandte sich nun in einem Schreiben an den Gemeinderat mit dem Antrag, eine dauerhafte Verbindung der gemeindlichen Wasserversorgung mit dem Leitungssystem des WBV zu erstellen.


Dafür soll ein Übergabeschacht auf dem dafür besonders geeigneten, gemeindlichen Grundstück gegenüber dem Haus am Altweg 58 geschaffen werden. Durch die geplante Verbindung besteht dann im Leitungssystem des WBV gleichbleibender Druck, auch wenn viel Wasser entnommen wird. Dadurch ergebe sich für die Feuerwehr die Möglichkeit, die bisher nicht nutzbaren Hydranten des WBV für die Verbesserung der Löschwasserversorgung im Ortsteil Piesenhausen zu nutzen, heißt es in dem Schreiben. Der WBV biete diese Hilfe an und bitte im Gegenzug um Kostenbeteiligung durch die Gemeinde.

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Erst vor rund einem Jahr errichtete der WBV Piesenhausen in Eigeninitiative ein neues Gebäude und eine neue technische Anlage zur Wiederaufbereitung des Wassers, da seit 2011 immer wieder Kolibakterien im Wasser nachgewiesen worden waren, sodass das Wasser in den Haushalten zeitweise abgekocht werden musste und später vorübergehend eine mobile Chlorierungsanlage für die Sauberkeit des Wassers sorgte. Nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes wird das Wasser jetzt durch eine Ultrafiltrationsanlage gepumpt und sodann mit UV-Licht bestrahlt, damit hundertprozentig keimfreies Wasser entsteht. Der jeweilige Füllstand des Hochbehälters und der gesamte Arbeitsprozess der UV-Anlage können per Fernsteuerung überwacht werden. Die Gesamtkosten für die neue Anlage beliefen sich auf rund 130 000 Euro, die vom WBV getragen wurden.

Da Bürgermeister Andreas Dögerl selbst Zweiter Vorstand des WBV Piesenhausen ist, übernahm Zweite Bürgermeisterin Claudia Kraus die Leitung der Diskussion im Gemeinderat. Geschäftsleiter Florian Stephan informierte, dass die Erstellung des Übergabeschachts voraussichtlich 25 000 Euro beträgt. Nach kurzer Diskussion über die Höhe der gemeindlichen Beteiligung beschloss das Gremium einstimmig, dass sich die Gemeinde mit 20 Prozent an den Kosten beteiligt, da sich auch ein erheblicher Nutzen für die Löschwasserversorgung ergibt. gi