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Gemälde von Richard Strauss als Dauerleihgabe

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Dieses Porträt von Richard Strauss, 1937 gemalt von dem Marquartsteiner Maler Anton Müller-Wischin, wird demnächst als Dauerleihgabe des Münchner Lenbachhauses im Rathaus in Marquartstein hängen. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Am 30. August dieses Jahres hätte der bekannte Maler Anton Müller-Wischin seinen 150. Geburtstag gehabt. Er lebte 42 Jahre lang in Marquartstein. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig, das Angebot der Lenbachgalerie in München anzunehmen und das bekannte Porträt von Richard Strauss, 1937 gemalt von Anton Müller-Wischin, als Dauerleihgabe im Rathaus öffentlich zugänglich zu machen. Der Maler hatte damals den renommierten Lenbachpreis für das Gemälde erhalten.


Bürgermeister Andreas Scheck berichtete im Gemeinderat, dass von 21. bis 30. August eine Gedenkausstellung zu Anton Müller-Wischin im Rathaus stattfinden soll. Daher bemühte sich die Enkelin des Malers, Barbara Kopf zusammen mit Freunden und der Unterstützung des Bürgermeisters, das originale Gemälde von Richard Strauss ins Rathaus zu holen. Im vergangenen Jahr war das zur Richard-Strauss-Ausstellung im Rathaus Marquartstein wegen schwer zu erfüllenden Auflagen durch den Eigentümer noch nicht gelungen, so dass nur eine Kopie gezeigt werden konnte. Nach wiederholtem Briefwechsel mit dem Lenbachhaus erklärten sich die Verantwortlichen dort nun bereit, der Gemeinde das Gemälde gegen Übernahme der Kosten von insgesamt rund 2077 Euro als Dauerleihgabe zu übergeben, erklärte Scheck. In diesem Betrag sind die Kosten für die Restaurierung, eine Oberflächenreinigung, ein Hängesystem mit Sicherung sowie Transport und Klimacontainer enthalten. Derzeit ist das Gemälde in einem Depot des Lenbachhauses verwahrt und nicht öffentlich zugänglich.

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Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, die Kosten zu übernehmen. Claudia Kraus sagte, es handle sich um eine »einmalige Gelegenheit«, Simon Bauer sprach von einer »Super Sache« und verlangte, dass das Porträt unbedingt öffentlich im Rathaus aufgehängt werden solle. Toni Entfellner meinte, dass das Bild »zu uns gehört« und »ein Stück Marquartsteiner Identität« darstelle. Der Bürgermeister sagte, der endgültige Hängeort könne noch nicht festgelegt werden, weil der Raum abschließbar sein müsse und das Bild auch keine direkte Sonneneinstrahlung haben dürfe. Er gab überdies zu bedenken, dass es sich lediglich um eine Leihgabe handle, sodass das Gemälde irgendwann zurückverlangt werden könnte. Auf die Frage nach den Versicherungskosten antwortete Scheck, das Bild sei über das Lenbachhaus versichert. gi