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Gelungener Heimatabend zum Auftakt

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Das Programm im Heftersaal wurde unter anderem von den Alphornbläsern musikalisch bereichert. Humorvoll führte zudem Moderator Siegi Götze (links) durch den Samstagabend. (Foto: T. Eder)

Grassau. Dass die Almleute gesellige Zeitgenossen sind, bewiesen sie beim Heimatabend im Rahmen des Almbauerntags im voll besetzten Heftersaal. Da hatte es Siegi Götze, der in humorvoller Weise durch den Abend führte, nicht schwer die Gäste zu unterhalten. Natürlich hatte er hochkarätige Unterstützung, denn neben der Grassauer Blasmusi traten auch die Rimstinger Sänger, die Wetterkreuzmusi und die Alphorn- und Weisenbläser auf.


Gleich zu Beginn der Veranstaltung hieß Bezirksalmbauer Sepp Sichler die Gäste willkommen. Er verwies auf die besondere Dekoration des Saals, die von den Bauern so liebevoll gestaltet wurde. Deutlich war da die künstlerische Ader der Bäuerinnen zu erkennen. Große Kuhglocken, Almkränze und Boschen wie auch geschmückte Wegkreuze zierten den Saal und Gestecke auf den Tischen verwiesen auf den besonderen Anlass. Schließlich ist es bereits 31 Jahre her, als der letzte Almbauerntag in Grassau gefeiert wurde.

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Götze wusste von den Aufgaben der Almbauern zu berichten, von dem Leben auf der Alm, zwischen Bewirtschaftung der Alm und Bewirtung von Touristen. Er zitierte den Almexperten Helmut Silbernagl, der in seinem Buch »Almsommer« davor warnte, die Almen nicht zum touristischen Schleuderartikel mit Dauerberieselung, Milch aus dem Tetrapak und »Almkas« aus der Plastikfolie verkommen zu lassen.

Zwei gastfreundliche Almen, die stellvertretend für viele noch bewirtschaftete Almen stehen, sei die Hefter- wie auch die Rachlalm, so Götze. Er erinnerte an die Almbegehung und die Begeisterung der über 1000 Wanderer. Hier werde noch Almwirtschaft betrieben, wie es sich gehöre und Götze schwärmte von dem Kaiserschmarrn, der auf der Hefter-alm gekocht werde.

Neben den Goaßlschnalzern gaben auch die Kindergruppen der Trachtenvereine aus Grassau und Marquartstein ihr Können in Form von Tänzen zum Besten. Auch die Jugendgruppe zeigte ihr Können zur Begeisterung des Publikums, das die Auftritte mit viel Applaus honorierte. Schneidig plattelten zudem die Aktiven der Vereine.

Schließlich rief Götze die Gäste noch zum gemeinsamen Singen auf und so ertönte das »Lied vom Tennbodenbacherl«, einem malerischen Grassauer Gebiet am Fuße der Hochplatte durch den Saal. Das Lied war vor 70 Jahren vom Marquartsteiner Max Koch geschrieben worden.

Mit vielen weiteren interessanten und lustigen Episoden zwischen den einzelnen musikalischen und tänzerischen Darbietungen wurde der Abend zu einem gelungenen Auftakt für den Almbauerntag mit Festgottesdienst, Festzug und Vollversammlung am gestrigen Sonntag. tb