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Gelungener Auftakt für das Traunsteiner Frühlingsfest

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Nach drei Schlägen konnte Oberbürgermeister Christian Kegel verkünden: »Ozapft is!«. Festzeltbesucher freuten sich über die erste Maß Freibier. Weitere Bilder sind auf www.traunsteiner-tagblatt.de zu finden. (Fotos: Wittenzellner)
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Insbesondere junge Leute hatten ihren Spaß im Vergnügungspark.

Traunstein – Der Festwirt und die Schausteller auf dem Traunsteiner Frühlingsfest waren mit dem ersten Wochenende zufrieden: Am Freitagabend ging es zunächst bei strahlendem Sonnenschein mit dem traditionellen Festzug vom Stadtplatz zum Festgelände los (wir berichteten kurz). Zuvor konnten sich die vielen Besucher über viel stimmungsvolle Musik, Goaßlschnalzn und einer Salve der Gebirgsschützen freuen. Für Oberbürgermeister Christian Kegel war der Bieranstich im Traunsteiner Festzelt eine Premiere.


Nach drei Schlägen, denen auch der Bierschlegel nicht ganz standhielt, konnte er unter dem Applaus der Festzeltbesucher stolz verkünden: »Ozapft is!« Die ganz Schnellen konnten sich, dicht gedrängt an der Bühne, über eine Maß Freibier vom Oberbürgermeister freuen, der daneben noch für freundliche Worte an die jeweiligen Empfänger Zeit hatte. Die »Hopfn & Malz Musi« aus Tyrlaching sorgte im Nachgang für eine gute und ausgelassene Stimmung.

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Am Samstag stand im Festzelt der Sport im Vordergrund: Der TV Traunstein kämpfte in einem Ringer-Mannschaftskampf gegen den TSV Berchtesgaden. Rund 200 Zuschauer und Festzeltbesucher sorgten für eine gute Stimmung, die sich abends dann steigerte, als die Erdinger Partyband »Münchner G’schichten« im Festzelt ordentlich einheizte und mit ihren Liedern für Stimmung sorgte. Ihr »Atemlos durch die Nacht«, unterstützt von Hunderten von Mitsängern, war weithin hörbar. Kurzzeitige kräftige Schauer hatten schlagartig für einen kräftigen Zulauf im Festzelt gesorgt, in dem die Besucher Schutz vor dem Regen suchten.

Traditionell beliebt war auch wieder der Sonntagvormittag, der unter dem Motto des Muttertags stand. Weißwürste gab es ab 10 Uhr und der Jazz-Frühschoppen mit der Kultband »Oiweiumhoibeeife« startete ganz dem Namen nach um halb elf Uhr. Am späten Nachmittag sorgten dann die Lechfeld-Buam aus Kissing für beste Stimmung.

Und auch im Vergnügungspark war die vergangenen Tage viel los, wenn das Wetter passte. Bei den jungen Leuten war vor allem der Streetfighter sehr beliebt. Familien, die mit ihren Kindern unterwegs waren, hielten sich eher am Kinderkarussel oder zum Teil am Autoscooter auf. Eine gute Magenverfassung mussten Vergnügungssüchtige beim »Roll Over« mitbringen, wo das fahrbegeisterte Publikum kräftig in alle Richtungen durchgeschüttelt wurde. Fahrgeschäfte und Budenbesitzer konnten sich über ein gutes Geschäft freuen.

Polizei zog positive Bilanz

Platzmeister Alexander Diebold, der mit seinem Kinderkarussel nun schon seit 27 Jahren zum Traunsteiner Frühlingsfest kommt, zeigte sich mit den ersten Tagen zufrieden und konnte für die Schausteller ein positives Fazit ziehen: »Wir sind zufrieden. Die ersten Tage waren sehr gut besucht.« Festwirt Jochen Mörz betonte: »Alles bestens. Die Stimmung war gut, ich bin sehr zufrieden.«

Und auch die Polizei zog im Großen und Ganzen eine positive Bilanz vom ersten Wochenende: Obwohl das Fest sehr gut besucht war, sei es nur zu einer heftigeren Auseinandersetzung mit Jugendlichen (siehe Polizeibericht) gekommen. Ansonsten wurden von der Polizei einige »Wildbisler« erwischt. Diese stellten allerdings fest, dass die paar Cent für die Toilettenbenutzung deutlich billiger gewesen wäre, als die Geldstrafe von 35 Euro. Ein Ärger von Anwohnern ist auch jedes Jahr das »Vorglühen«. Viele Partyleute lassen ihre Flaschen und Becher einfach liegen oder schmeißen sie in die Vorgärten. Sichtlich alkoholisierte Jugendliche wurden von der Polizei ihren Eltern übergeben. So endete der Spaß für einige Besucher bereits, bevor sie das Festgelände überhaupt betreten hatten. awi/fb