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Gelungene Premiere beim Reit im Winkler Theaterverein

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Schneidermeister Zacharias Zwirn (Schorsch Klauser) »in Verhandlungen« mit den beiden Wetterhexen: der Sonnen-Res (Mitte), dargestellt von Regina Wolfenstetter, und der Blitz-Burgl (Kathl Wilhelm), die das Stück mit dem Reit im Winkler Theaterverein einstudiert hatte. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl – Das Wetter und seine Kapriolen, vor allem aber die Frage, wie die Witterung zum eigenen Vorteil beeinflusst werden könnte – mit diesem Thema beschäftigte sich das neue Stück des Reit im Winkler Theatervereins: »Malefiz Donnerblitz«. Bei der Premiere erlebten die 464 Zuschauer – viele Gäste aber auch Einheimische – im Festsaal einen ungewöhnlichen, ländlichen Schwank, der gerade am Ende eine überraschende Wendung bereithielt.


Zu überzeugen wussten die bestens aufgelegten Akteure durch kurzweilige Dialoge und ihr beherztes Spiel. Eine gelungene Premiere feierte dabei aber auch Michi Krause in seinem ersten Stück im Kreise der Theaterer. Stimmungsvoll begleitet wurde der Premierenabend von der »Theatermusi«.

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Es sei eine »gute Tradition«, so der Vorstand des Theatervereins, Beppo Landenhammer, dass »an Weihnachten ein neues Stück vorgestellt« werde. Neben dem Neuling Michi Krause war dieses Mal auch ein zweiter Mitwirkender besonders gefordert, wie Landenhammer fortsetzte, und verwies dabei auf den Mann hinter der Bühne, den Techniker Christian Hauser. Der hatte alle Hände voll zu tun, um verschiedene Wettererscheinungen in Szene zu setzen, um damit die Launen der Wetterhexen optisch und akustisch umzusetzen.

Die Wetterhexen spielten eine zentrale Rolle in dem erst 2013 von Ralph Wallner verfassten Schwank: Auf der einen Seite die Sonnen-Res – dargestellt von Regina Wolfenstetter, auf der anderen Seite die Blitz-Burgl, energisch verkörpert von Kathl Wilhelm, die das Stück mit den neun Akteuren auch einstudiert hatte. Ausgangspunkt der Handlung ist der Schneider Zacharias Zwirn (Schorsch Klauser), dessen Tochter Mona (Steffi Grießhaber) gerne heiraten möchte. Allerdings ist der Schneidermeister mit der Wahl des Schwiegersohnes überhaupt nicht einverstanden und verbündet sich mit den beiden Wetterhexen. Mit deren Hilfe ist er also bestrebt, die Hochzeit der Tochter mit dem herrlich gelangweilt agierenden Bibi (alias Michi Krause) zu verhindern. Alma Zwirn (Gretl Strohmayer) indes sucht nach einer diplomatischeren Lösung, um die Heirat der Tochter zu vereiteln: Sie forscht nach einem alternativen Bräutigam und wird im vermeintlichen Italiener Luca (Max Weiß) fündig. Doch da nehmen die vom Schneidermeister manipulierten Wetterkapriolen schon ihren Lauf, allerdings ganz anders, als sich Zacharias Zwirn das vorgestellt hatte. Zwischenzeitlich taucht auch immer wieder der Wuisler (Wolfgang Hechtl) auf, der in zahlreichen Wortbeiträgen seinem Namen viel Ehre macht.

Während die Premierengäste viel Gelegenheit hatten, sich über Wortwitz, ausgefeilte Dialoge und technische Raffinessen zu amüsieren, immer wieder herzhaft zu lachen und zu applaudieren, war das Ende des gut zweistündigen Dreiakters doch völlig überraschend. »Das Stück beinhaltet ein Thema, das durchaus auch zum Nachdenken anregen soll«, beschrieb Spielleiterin Kathl Wilhelm den Charakter des Schwanks und begründet damit auch ihre Wahl zugunsten dieses kurzweiligen Stücks.

Das neue Stück wird am Donnerstag, dem 8. Januar um 20 Uhr noch einmal im Festsaal an der Tiroler Straße aufgeführt und dann während der Winter- bzw. Sommersaison jeweils donnerstags einmal im Monat zu sehen sein. ost

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