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Gelungene Aufführung von »Malefiz Donnerblitz«

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Für große Begeisterung im Publikum und viel Applaus sorgte der Burschenverein Erlstätt bei der ausverkauften Premiere des neuen Stücks »Malefiz Donnerblitz«. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Für ein lachendes Publikum und lautstarken Applaus sorgten die Schauspieler des Burschenvereins Erlstätt im Theaterstück »Malefiz-Donnerblitz« von Autor Ralph Wallner, das unter der Leitung von Franz Schuhbeck erstmals vor großem Publikum aufgeführt wurde.


Der Name ist Programm, denn das Stück schlägt ein – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. So ließen es die Techniker im Gasthof Fliegl stürmen, hageln, donnern und blitzen. Darüber hinaus war der Dreiakter durchsetzt von Gedankenblitzen, stürmischen Dialogen und trockenem, wetterfestem Humor. Aber vor allem dem großartigen Zusammenspiel der bestens aufgelegten Darsteller war es zu verdanken, dass sich das Publikum vor Lachen krümmte und immer wieder lautstark applaudierte.

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»Zum Donnerwetter!«, rief der arme Schneidermeister Zacharias Zwirn, gespielt von Christian Fellner, denn er musste erfahren, dass seine Tochter Mona (Christina Strohmayer) sich mit Bene (Stefan Kreiler), dem etwas ungelenken Sohn der wohlhabenden, eitlen Fichtbäuerin (Martina Wels), verheiraten möchte. Im »Schneider Zwirn« brodelte es, als es plötzlich an der Tür klopfte, und zwei ungewöhnliche Frauen in sein Leben traten – die Wetterhexen »Blitz-Burgl« (das schlechte Wetter) und die »Sonnen-Res« (das gute Wetter), gespielt von den Schwestern Helmi Lutzenberger und Ingrid Lutzenberger. Die eine eher grantig und verschnupft, die andere mit einem sonnigen Gemüt, doch beide sind sie nicht auf den Mund und schon gar nicht auf den Kopf gefallen. Nur einmal im Jahr treffen sie sich seit vielen Jahrhunderten in aller Abgeschiedenheit, um das Wetter für die kommenden zwölf Monate »auszukarteln«. Die eine verteilt Blitz, Donner, Regen oder Schneefall, die andere Sonnenschein, Schönwetterwolken, süßes Abendrot oder malerisches Alpenglühen. Das tapfere Schneiderlein, das sich im Dorf nicht genügend wertgeschätzt fühlt, entdeckt schnell, welche Macht die beiden Wetterhexen haben, und entwendet ihnen ihre Zaubertaschen mit den magischen Dosen und Flaschen. Das Wetter-Pulver in die Luft pustend schickt er seine Feindin, die »Fichtbäurin«, mitten im April ins Schneetreiben oder lässt seinen besten Freund, den baumlangen »Wuisler« (Robert Weidacher) zum Windfähnchen mutieren. Nun ist sich der Schneider Zwirn sicher, dass er auch die Verlobung seiner Tochter mit dem ungeliebten Hochzeiter Bene vereiteln, besser gesagt im wahrsten Sinne des Wortes, verhageln kann. Die Schneider-Gattin Alma (Claudia Wiesholler) sucht hingegen einen Alternativ-Schwiegersohn und kommt auf den smarten bayrisch-italienischen Burschen Luca (Bernhard Hennes), dem aber neben dem ungeahnt schlagkräftigen Bene mit dem ständig jammernden »Wuisler« ein weiterer Konkurrent erwächst. Dem Zwirn gleitet die »Wettermacherei« derweil gehörig aus den Händen und der Klimawandel scheint voll durchzuschlagen.

Es gibt noch zwei Termine, an denen das Stück aufgeführt wird: am Freitag, 25. und Samstag, 26. April, jeweils um 20 Uhr im Gasthof Fliegl in Erlstätt. Kartenvorverkauf bei Claas Südostbayern oder unter Telefonnummer 0861/12071 von 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr. Restkarten gibt es außerdem noch an der Abendkasse. mmü