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Geldautomat und Finanzkonzept

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Unterwössen – Mit zwei Anträgen aus den eigenen Reihen beschäftigte sich der Gemeinderat in Unterwössen in der jüngsten Sitzung. Dabei ging es um die Aufstellung eines Geldautomaten in Oberwössen und um ein Finanzierungskonzept für den Umbau des stillgelegten Hallenbades.


»Seit der Schließung des EC-Automaten in Oberwössen müssen die Einwohner, Gewerbetreibenden und Gäste dort erhebliche Nachteile an Lebensqualität und Komfort bis hin zu finanziellen Einbußen hinnehmen«, so die Gemeinderäte Sandra Sonntag (Wählervereinigung Bürgerkandidaten), Thomas Beilhack (SPD) sowie Barthl Irlinger und Andreas Voit (beide OWG). Es sei nicht nachvollziehbar, dass Unterwössen über drei Geldautomaten verfügt und die Oberwössener Kilometer fahren müssen, um an Bargeld zu kommen.

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Nach dem Wunsch der Antragsteller sollten Bürgermeister und Verwaltung die Chancen für die Aufstellung eines solchen Geldautomaten mit der Sparkasse und der Raiffeisenbank prüfen. Dem stimmten alle Gemeinderäte zu.

In einem weiteren Antrag schlagen Sonntag und Beilhack eine rechtzeitige Finanzplanung für den Hallenbadumbau vor, unter anderem, »weil die Gesamtschätzung der Umbaukosten von 5,9 Millionen Euro in etwa auf gleicher Höhe wie der Gesamthaushalt der Gemeinde liegt«. Ihre Forderung: ein tragfähiges, belastbares und risikoarmes Finanzierungskonzept, das die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Gemeinde nicht überfordert – und zwar vor Beginn der Umbaumaßnahmen.

Bürgermeister Ludwig Entfellner würdigte »die berechtigten Gedanken der Antragsteller, denn uns allen liegt natürlich eine belastbare Finanzierung am Herzen«. Allerdings seien vorher noch viele Verfahrensschritte zu erledigen, die Einfluss auf die genauen Kosten hätten. »Wir brauchen einfach noch mehr Fakten und werden dann bei der Klausur und den Haushaltsberatungen entsprechende Vorschläge machen.«

Auch Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger hielt den Antrag für verfrüht, »weil wir noch nichts Näheres wissen«. Schließlich beantragte Dr. Manfred Enzinger (FWG), den Punkt  zu  vertagen und bei den Beratungen für den Haushalt 2016  zu  behandeln. Bis auf die Antragsteller Sonntag und Beilhack sowie Dr. Dieter Stein (OWG) stimmten dem alle zu. bvd