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Gehweg für 165 000 Euro

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An der Marquartsteiner Straße wird im kommenden Jahr ein Gehweg gebaut. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Ursprünglich war nur an einen asphaltierten, zur Straße hin bündigen Rad- und Gehweg gedacht. Doch nun entschied sich der Gemeinderat für einen kompletten Ausbau an der Marquartsteiner Straße. Kosten von rund 165 000 Euro stehen im Raum.


Bürgermeister Hans Pertl informierte über eine Ortsbegehung mit dem Straßenbauamt Traunstein. Die Marquartsteiner Straße ist eine Kreisstraße und folglich ist der Landkreis Baulastträger. Das Amt habe sicherheitsrelevante Bedenken gegen den geplanten Ausbau geäußert, so Pertl. Einen Seitenstreifen zu asphaltieren und diesen mit einem durchgezogenen Strich von der Fahrbahn abzugrenzen, sei als gefährlich erachtet worden. Der Gehweg müsse mit einem Hochbord von der Straße abgetrennt werden. Auch eine entsprechende Wasserführung und Entwässerung werde gefordert, so Pertl.

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Nach ersten Kostenschätzungen des Ingenieurbüros würde die reine Baumaßnahme rund 116 000 Euro kosten. Werden die Nebenkosten, darunter die Beleuchtung mit 11 000 Euro, hinzuaddiert, komme man auf rund 165 000 Euro, erklärte der Rathauschef. Geschäftsleiter Florian Stephan fügte an, dass sich der geplante Gehweg an die bestehenden Gehwege im vorderen Bereich der Marquartsteiner Straße wie auch im Salinenfeld einfüge. Im Haushalt seien bislang 27 000 Euro für den Grunderwerb und 10 000 Euro für den Ausbau eingestellt. Dies bedeute, dass der Gehweg heuer nicht mehr realisiert werden könne. Die eingestellte Summe reiche für die Planung und die Ausschreibung. Baubeginn sei dann erst im kommenden Jahr.

Peter Huber sprach sich für den Komplettausbau aus, da einige Wohngebiete in unmittelbarer Nähe seien und der Gehweg auch von vielen Kindern genutzt würde. Auch Franz Just fügte an, dass es sich bei der ursprünglichen Planung um einen fast typischen Seitenstreifen gehandelt hätte, auf dem dann auch Motorräder und langsame Fahrzeuge fahren dürften. Mit einem richtigen Gehweg, so Pertl, wird die Problematik für die Fußgänger entschärft. Auf die Frage von Franz Heigenhauser nach einer Förderung erklärte Stephan, dass dies geprüft werde. tb