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Gegen Verbauung des Pausenhofes

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Traunstein. Die Traunsteiner Liste hat sich in ihrer jüngsten Versammlung gegen eine Verbauung des Pausenhofes der Ludwig-Thoma-Grundschule ausgesprochen. Fünf Elternbeiräte äußerten in der Zusammenkunft ihre Sorgen um die Qualität der Pausen ihrer Kinder an der Schule, wenn ein Teil des Hofes dem Projekt Kulturzentrum Klosterkirche geopfert werden sollte. Berichtet wurde, dass ein Teil des Pausenhofes einer Kleinkunstbühne für 200 Besucher anstelle des heutigen NUTS an der Crailsheimstraße weichen soll.


Der Elternbeirat betonte, dass die Schule strukturell in mehrerlei Hinsicht benachteiligt ist. Unter anderem fehle es an Internetanschlüssen, an Platz und Einrichtung für Mittags- oder Ganztagsbetreuung. Sanierungsmaßnahmen seien überfällig und durch die Innenstadtlage mangele es immer schon an Parkplätzen.

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Ausgleichsflächen im Pausenhof sollen zudem aufzuschüttende Randböschungen für die Belichtung der Räume im Untergeschoß werden, die dadurch dunkler würden. Parkplätze, die wegen möglicher Bauerweiterung als Ganztagsschule nie geplant wurden, sollen nun der Kultureinrichtung dienen.

Eltern sorgen sich zudem um die Sicherheit ihrer Kinder bei öffentlicher Mitnutzung des Pausenbereiches. Sie fürchten Ablenkung durch Proben und Umbaulärm auf der Bühne, die auch Freilichtaufführungen einschließt. Nicht zuletzt frage man sich, wo die Autos der Besucher Platz finden sollen und ob man eine Bühne in verkehrsgünstiger Bahnhofslage wirklich aufgeben sollte.

Die Traunsteiner Liste sei generell offen für Kultur, hieß es; aber nicht um den geschilderten Preis und nicht für den Baupreis von etwa 5 Millionen Euro. Statt dieses Gesamtpaketes, das überwiegend den Neubau und Sanierungskosten für die Klosterkirche und den Querflügel umfasst, soll es auch eine Option ohne Neubau geben und das NUTS (vorerst) als Kleinkunstbühne an alter Stelle bleiben. Das würde der Stadt auch hohe Zuschuss- und Betriebskosten einer neuen Bühne ersparen, wie es zum Beispiel das »k1« in Traunreut verursacht. Es fehle ein Gesamtkonzept, das auch andere Standortalternativen für das NUTS untersucht, die eine bessere Infrastruktur bieten, ohne anderen etwas wegzunehmen.

Die Versammlung schloss mit der Zusage, dass sich die Traunsteiner Liste im Stadtrat für eine »kleine« Lösung einsetzen werde, das heißt Optimierung der Klosterkirche und des Querflügels für den Betrieb des ARTS und für Konzerte, ohne Neubau im Pausenhof.