weather-image
15°

Gegen das Wirtshaussterben in Bayern ankämpfen

4.0
4.0

Surberg. Auf das Wirtshaussterben in Bayern machte der Vorsitzende Wilfried Lifka bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins »Wirtshaus Lauter« aufmerksam. Jedes vierte Dorf in Bayern sei bereits ohne Wirtshaus, in der Gemeinde Surberg gebe es auch nur noch zwei, sagte er. Er habe deshalb vor zwei Jahren das Amt des Vorsitzenden übernommen, weil er nicht gewollt habe, dass der Förderverein aufgelöst werde. »Mir liegt es am Herzen, das Wirtshaus Lauter zu erhalten«, betonte Lifka.


Bei den Veranstaltungen des Fördervereins habe er erlebt, dass die Leute vom Lauterer Gasthaus total begeistert waren. Der Förderverein könne seinen Beitrag zum Erhalt des Wirtshauses leisten, indem er Veranstaltungen organisiere und Werbung dafür mache. Aber auch im Familien- und Bekanntenkreis sollten die Mitglieder Werbung machen, dass sie ihre Familienfeiern wieder im Wirtshaus durchführen. Als Gastgeber habe man keine Arbeit, brauche sich um nichts kümmern und könne sich ganz seinen Gästen widmen. »Beim Wirt ist es gemütlich«, lautete seine Botschaft.

Anzeige

In seinem Jahresrückblick, den er mit einigen Bildern anschaulich gestaltete, berichtete Lifka unter anderem vom Musikantenstammtisch, bei dem Jung und Alt gemütlich beieinander gewesen seien. Der musikalische Frühschoppen im Biergarten mit der »Semmebräsl Musi« sei wegen des schlechten Wetters leider ausgefallen.

Rund 80 Zuhörer seien zum Konzert der »Obermooser Musi« gekommen. Gut angekommen sei auch der Kathreintanz bei den Besuchern. Es hätten allerdings noch mehr Tänzer kommen können, allerdings habe es in den Nachbarorten einige Konkurrenzveranstaltungen gegeben, so der Vorsitzende. Ein voller Erfolg sei dagegen das Konzert »Brieglfrissmaschin-Tour« von »Dramhappad« gewesen. Über 100 Besucher hätten der Musikgruppe zugehört.

Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer dankte dem Verein für das, was er das ganze Jahr über gemacht habe. »Es ist gut für die Gemeinde, wenn das Wirtshaus Lauter belebt wird, indem sich der Förderverein um die Veranstaltungen kümmert«, meinte Wimmer. Aber es sei nicht nur die Aufgabe des Fördervereins, Veranstaltungen zu organisieren, sondern auch die der anderen Ortsvereine.

Bei den Wünschen und Anträgen machte der Zweite Vorsitzende Hans Schießl den Vorschlag, künftig einen Fördervereins-Stammtisch im Monat durchzuführen. Der erste Versuch findet am 7. Mai um 19   Uhr im Wirtshaus Lauter statt. Im Winter soll es auch wieder Musikantenstammtische geben.

Eigentümerin Gabi Schnitzlbaumer regte an, regelmäßig musikalische Frühschoppen durchzuführen. Bürgermeister Wimmer schlug vor, dass die Ortsvereine gemeinsam wieder einmal einen oder mehrere Faschingsbälle durchführen könnten. Bjr