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Geforderte Alternativen wurden nicht vorgelegt

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Wie bei der Klosterkirche und der Güterhalle laufen auch die Kosten für den Anbau an die Ludwig-Thoma-Schule aus dem Ruder. Weil die Verwaltung dem Stadtrat keine Alternative vorlegte, musste das Gremium dem nächsten Planungsschritt zustimmen.

Traunstein – Nachdem die Mehrheit des Stadtrates wegen der extrem gestiegenen Kosten den Anbau an die Ludwig-Thoma-Schule gestoppt und preiswertere Alternativen gefordert hat, musste sich das Gremium jetzt erneut mit dem unerfreulichen Thema befassen. Mit 16 zu 8 Stimmen sprach man sich nun für die Fortsetzung der Planungsarbeiten aus.


Die geforderten Alternativen für ein preiswerteres Bauen wurden nicht vorgelegt, wie UW-Stadtrat Albert Rieder unmissverständlich feststellte. Lediglich die Ergebnisse eines neuen Bodengutachtens wurden ausführlich vorgestellt. Dessen Fazit: Egal, ob man den Anbau mit einer Flachgründung oder mit Bohrpfählen vor Senkungen sichert – die Kosten bleiben die gleichen. Also blieb dem Stadtrat nichts anderes übrig, als der nächsten Planungsphase zuzustimmen, denn es ist ja unstrittig, dass die Schule die Räume dringend benötigt.

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Ein neues Gutachten sollte zeigen, ob eine teure Pfahlgründung nötig ist oder ob man mit einer herkömmlichen Absicherung des Untergrunds nicht besser fahren würde. Das Ergebnis der Untersuchung des Diplom-Geologen Klaus Smettan war eindeutig: Sparen könne man nichts, aber mit einer Pfahlgründung bekomme man mehr Sicherheit, dass es beim Neubau dann keine Setzungen gibt.

Eine Absage erteilte der Leiter der Abteilung Verwaltung und Recht im Rathaus, Stephan Hohenschutz, Vorschlägen, einen Höchstbetrag für den Anbau festzusetzen. Das wäre rechtlich bedenklich. CSU-Fraktionsvorsitzender Christian Hümmer machte noch einmal deutlich, dass es nur um eine preiswertere Lösung gehe, das Vorhaben selbst aber unstrittig sei.

Da sich keine Alternativen ergeben, so SPD-Stadtrat Robert Sattler, müsste man schauen, ob man Besserverdienende durch höhere Beiträge für ihre Kinder an den Kosten beteiligen könne. Einige weitere Diskussionsredner betonten die Notwendigkeit des Anbaus und das rasche Fortsetzen der Planung; andere kritisierten in scharfer Form die unverständlich hohen Kosten. -K.O.-