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Gefährdet Deponie-Sickerwasser Grundwasser?

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Auf der Ausgleichsfläche am Weisbrunner Feld wurden Probebohrungen gemacht, um Messstellen für die Untersuchung des Grundwassers einzurichten. (Foto: Mix)

Traunreut. Mitarbeiter der Firma Stadtbäumer Baugrunduntersuchung aus Aschheim bohren derzeit auf der Ausgleichsfläche am Weisbrunner Feld nahe St. Georgen, um den Untergrund zu untersuchen. Man will feststellen, ob Müll das Grundwasser verunreinigt.


Wie Werner Arndt vom Ordnungsamt der Stadt Traunreut berichtete, war das Gelände früher die Hausmülldeponie der ehemaligen Gemeinde Stein und wurde in den 1970-er Jahren befüllt. Damals gab es in solchen Mülldeponien noch keine Abdichtung nach unten.

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Georg Pöschl von der früheren Gemeinde Stein erinnert sich, dass die ehemalige Kiesgrube an dieser Stelle als Müllkippe genutzt wurde: »Damals hat man noch nicht so aufgepasst und einfach alles dort entsorgt, was so angefallen ist.« Vor rund zehn Jahren wurde auf dem Gelände der Mülldeponie eine ökologische Ausgleichsfläche angelegt. Es wurden Obstbäume gepflanzt und Hecken angelegt, sodass in diesem Gebiet wieder ein Stückchen Natur entstehen konnte, in der sich auch allerlei Kleingetier tummelt.

Das Grundwasser fließt in diesem Bereich in etwa 25 Metern Tiefe. Die Bohrungen sollen Aufschluss geben, ob das Wasser eventuell durch Altlasten verunreinigt wurde und Handlungsbedarf besteht. Das Landratsamt Traunstein hat schon vor einiger Zeit Orientierungsbohrungen vornehmen lassen und anschließend die Stadt Traunreut aufgefordert, Detailuntersuchungen in Auftrag zu geben.

Die Firma hat nun drei Messstellen eingerichtet, an denen die Fließrichtung des Wassers gemessen wird und Proben entnommen werden. Gleichzeitig wird die Abgrenzung der ehemaligen Deponie untersucht, um zu ermitteln, wie groß sie war. Ein Jahr lang werden nun von der Firma an den Messstellen immer wieder Proben gezogen und untersucht.

Es wird dabei die Qualität des Wassers beim Zu- und Abstrom der ehemaligen Müllhalde untersucht und verglichen. Danach wird festgelegt, ob weiterer Handlungsbedarf besteht. Die Kosten für die Untersuchungen belaufen sich laut Werner Arndt auf 50 000 bis 60 000 Euro. Welche Arbeiten im Verlaufe der Bohrungen noch fällig werden und welche Kosten dafür anfallen, wird sich am Ende der Probephase zeigen. mix

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