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Gedenkstätte im Waldfriedhof wird eingeweiht

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Die neu gestaltete Gedenkstätte in Traunreut wird am Samstag eingeweiht. (Foto: Mix)

Traunreut – Das Heimatkreuz im Waldfriedhof Traunreut wurde versetzt und bildet nun den Mittelpunkt einer neu gestalteten Gedenkstätte für die Heimat-Vertriebenen und für alle Traunreuter Bürger. Die offizielle Einweihung der Gedenkstätte findet am Samstag ab 13.30 Uhr statt. Gleichzeitig hält der Bund der Vertriebenen Bayern (BdV) an diesem Tag seinen zentralen Tag der Heimat in der Stadt ab.


Ein Heimatkreuz in Erinnerung an die Vertriebenen aus dem Zweiten Weltkrieg gibt es schon lange in Traunreut. Es wurde zunächst im Zuge der Gemeindegründung 1950 am St. Georgsplatz aufgestellt. Später fand es in der Stadtmitte vor der evangelischen Kirche seinen Platz und in den 1960er Jahren wurde es in den neu gegründeten Waldfriedhof verlegt.

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Um dem Kreuz und den dazugehörigen Gedenksteinen einen würdigen Rahmen zu geben, wurde es erneut verlegt und befindet sich nun an einem leicht erhöhten Platz im Waldfriedhof, wo eine ruhiger Platz mit schöner Aussicht auf die darunter liegenden Grabfelder entstanden ist. Im Halbkreis um das große Holzkreuz sind die Gedenksteine der einzelnen Landsmannschaften aufgestellt, die am Aufbau der jungen Stadt Traunreut erheblichen Anteil hatten.

An den Außenwänden des Platzes ist an der einen Seite ein Kunstwerk von Rolf Wassermann zu sehen mit Sprüchen zum Begriff Heimat. Auf der gegenüberliegenden Seite steht eine »Gedenktafel der Weltbürger«. Drei Tafeln aus Cortenstahl ein Stück unterhalb der Gedenkstätte zeigen darüber hinaus Bilder und Informationen zu den Themen »Alte Heimat«, »Flucht und Vertreibung«, »Neue Heimat«.

Für alle Besucher der Einweihungsfeier stehen ausreichend Parkplätze am k1 und in dessen unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr wird es von dort einen kostenlosen Busshuttleservice geben. Vom Friedhofseingang zur Gedenkstätte findet eine Prozession statt. Um 13.30 Uhr beginnt der Einweihungsfestakt, bei dem die Gedenkstätte den Segen durch die katholische, evangelische und rumänisch-orthodoxe Kirche erhält. Als Gäste mit dabei sind unter anderem die Staatsministerin Emilia Müller, Vizepräsident des BdV (Bund der Vertriebenen) und Altlandrat Christian Knauer sowie Bürgermeister Klaus Ritter. Nach der Feier fahren die Pendelbusse wieder alle Gäste und Interessierten zurück zum k1, wo der Tag der Heimat stattfindet.

Im Rahmen des öffentlichen Festaktes, der um 15 Uhr im k1 beginnt, wird der Kulturpreis des BdV Bayern verliehen und Staatsministerin Emilia Müller hält die Festrede. Fahnenabordnungen der im BdV vertretenen Landsmannschaften werden anwesend sein und den kulturellen Teil des Programmes gestalten die Blaskapelle Traunwalchen, die Kinder- und Jugendtanzgruppe des Trachtenvereins »D' Traunviertler« Traunwalchen sowie die Erwachsenentanzgruppe der Siebenbürger Sachsen aus Traunreut. Bereits am Vormittag treffen sich die Mitglieder des BdV zur internen Landesversammlung mit Neuwahl der Delegierten im k1. mix