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Gedenkmesse bei Sturm und Regen

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Ausgangspunkt für den Festzug zur Gedächtniskapelle war auch heuer die Steinlingalm. Dort konnten sich die Teilnehmer nach der Messe, die von heftigem Wind und starkem Regen begleitet wurde, auch wieder aufwärmen. (Foto: Hötzelsperger)
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Die Begrüßung übernahm Bürgermeister Konrad Glück aus der Gemeinde Seeon-Seebruck, die heuer Gastgeber der Messe war.

Aschau im Chiemgau. Weit weniger Teilnehmer als in Jahren mit guter Witterung waren bei der heurigen Gedenkmesse für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus bei der Gedächtniskapelle nahe der Steinlingalm auf der Kampenwand zu verzeichnen.


Dies war aufgrund des starken Regens und des überaus stürmischen Windes, den Veteranen, Besucher, Ehrengäste, Mitwirkende und vor allem die Fahnenabordnungen aushalten mussten, auch verständlich. Dennoch oder gerade deswegen war das Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege besonders eindrucksvoll und glaubwürdig.

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Pfarrer Dr. Hans Huber aus Seeon, der den Gottesdienst gemeinsam mit Diakon Georg Oberloher aus Seebruck zelebrierte, hielt angesichts der Witterung den Gottesdienst und die Predigt kürzer. An den Sinn des Zusammenkommens unterhalb des großen Bergkreuzes auf der Kampenwand erinnerten in seiner Begrüßung Bürgermeister Konrad Glück von der heuer gastgebenden Gemeinde Seeon-Seebruck und der Vorsitzende der KSK Ising-Truchtlaching, Michael Bernauer. Gemeinsam mit den Vertretern der Gemeinschaften der Veteranen- und Kriegervereine in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim legte Bernauer einen Kranz am Kapellen-Denkmal nieder. Für die musikalische Gestaltung der Feierlichkeit sowie für den Ehrensalut nach der Kranzniederlegung sorgten die Mitglieder der Jugendblaskapelle Seeon sowie die Alphornbläser und Gebirgsschützen aus der Gemeinde Aschau im Chiemgau.

Den Abschluss an der Kapelle bildete das Lied »Ich hatt´ einen Kameraden«, gespielt von der Jugendblaskapelle Seeon. Die Kollekte bei diesem Gottesdienst kommt dem Unterhalt der Gedächtniskapelle und dem Erhalt des Gedenkkreuzes auf dem Kampenwand-Gipfel zugute. Nach der Rückkehr zur Steinlingalm galt es zu allererst, sich in trockenen Räumen aufzuwärmen und sich in geselliger Runde zu stärken.

An der Gedenkfeier als Ehrengast von Bürgermeister Konrad Glück begrüßt werden konnte Franz Schaffner senior aus Höslwang, der bereits als Bub bei der Erstellung des Chiemgau-Kreuzes vor 62 Jahren durch die Familien Schaffner und Hell dabei war und letzter lebender Zeitzeuge des gewaltigen Kraftaktes ist. hö