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Gebirgsschützen feiern 30. Wiedergründungsfest

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Auf dem Festplatz an der Siegsdorfer Straße bauten die Traunsteiner Gebirgsschützen am Wochenende ihr Festzelt auf. Dort feiern sie von Freitag bis Sonntag ihr 30. Wiedergründungsfest. Am Freitag gibt es eine »Traunsteiner Wiesn« mit der Musikkapelle »Jung Otting«. Am Samstag findet nach dem Gottesdienst in St. Oswald ein Volksmusikabend mit verschiedenen Gruppen statt. Höhepunkt ist am Sonntag das Bataillonsfest des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau mit einem Festgottesdienst auf dem Stadtplatz und einem Festumzug mit 24 Schützenkompanien durch die Innenstadt. (Foto: Buthke)

Traunstein – Mit Festtagen vom 9. bis 11. September feiert die Gebirgsschützenkompanie Traunstein das 30. Jubiläum ihrer Wiedergründung. Höhepunkt ist das Bataillonsfest des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau am Sonntag.


Die Festtage beginnen am Freitag, um 19 Uhr mit einer »Traunsteiner Wiesn«. Es spielt die Musikkapelle »Jung Otting«. Einlass in das Festzelt auf dem Volksfestplatz an der Siegsdorfer Straße ist ab 18 Uhr. Am Samstag findet um 18 Uhr ein Gottesdienst mit Totengedenken in der Stadtpfarrkirche St. Oswald statt. Um 20 Uhr ist im Festzelt ein Volksmusikabend mit der »6-Egg-Musi«, der »Rotofenmusi«, der »Bergmoosmusi« und dem »Adlgasser Viergsang«. Die Ansage übernimmt Heine Albrecht.

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Beim großen Bataillonsfest Inn-Chiemgau treffen am Sonntag ab 8 Uhr die Kompanien und Vereine auf dem Festplatz an der Siegsdorfer Straße ein. Um 9 Uhr erfolgt die Aufstellung zum Kirchenzug. Er führt über die Bürgerwaldstraße, Salinenstraße, Maxstraße und Maxplatz zum Stadtplatz. Der Festgottesdienst findet um 10 Uhr auf dem Stadtplatz statt. Anschließend stellen sich die Schützenkompanien gegen 11.30 Uhr mit ihren Fahnen, Standarten und Monturen zum farbenprächtigen Umzug durch die Traunsteiner Innenstadt auf.

Es wird mit etwa 1500 Teilnehmern gerechnet. Angemeldet sind insgesamt 24 Kompanien; 16 Kompanien des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau sowie aus dem Salzburger Land, Tirol und Südtirol. Außerdem marschieren Ortsvereine mit. Musikalisch wird der Festzug von acht Musikkapellen und einigen Festkutschen begleitet. Der Festzug führt vom Stadtplatz über die Bahnhofstraße, Pinerolostraße, Ludwig-Thoma-Straße, Salinenstraße und Bürgerwaldstraße zurück zum Festzelt. Die Defilierung vor den Festgästen erfolgt beim Landratsamt.

1439 wird die Heimatverteidigung des Chiemgaus durch Schützen erstmals erwähnt. Die Gebirgsschützenkompanie Traunstein führt den Anfang ihrer Tradition auf das Jahr 1471 zurück, als Herzog Ludwig der Reiche vom Teilherzogtum Bayern-Landshut die Stadt Traunstein aufforderte, etwa 150 Mann unter Waffen zu stellen und eine Selbstschutzorganisation zur Heimatverteidigung zu stellen. Nach dem Krieg gegen die Preußen 1866 wurden die Gebirgsschützenkompanien endgültig aufgelöst und gerieten in Vergessenheit. Erst nach 1950 erinnerte man sich wieder dieser Tradition und es lebten die ersten Kompanien wieder auf.

Am 10. Januar 1986 erfolgte die Wiedergründung der Gebirgsschützenkompanie Traunstein. Die neu gewählte Hauptmannschaft bildeten Georg Schießl (Hauptmann), Karl Weilharter senior (Oberleutnant), Helmut Henn (Leutnant und Kompanieschreiber) sowie Walter Dandl (Leutnant und Zahlmeister). Schießl meldete Landeshauptmann Andreas Stadler und Gauhauptmann Anton Greimel den Eintritt der Gebirgsschützenkompanie Traunstein als 39. Kompanie in den Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien und als 14. Kompanie in das Bataillon Inn-Chiemgau.

Mit der Wiedergründung und der Fahnenweihe war der Grundstein für das 30 Jahre erfolgreiche Wirken der Traunsteiner Gebirgsschützenkompanie, das Einstehen für Brauchtum und Tradition sowie das Bekenntnis zum christlichen Glauben gelegt.

Nachdem ihr ursprünglicher Zweck, die Landesverteidigung, weggefallen ist, sehen die Gebirgsschützen heute ihre Aufgabe darin, die alpenländische Sitte und das wehrhafte Brauchtum der Ahnen zu erhalten. Ihre Ideale sind dabei die Treue zum angestammten christlichen Glauben, zur bayerischen Heimat und zum deutschen Vaterland sowie zur Kameradschaft und zum Schützenbrauch. Bjr/ka

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