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Gebäude für Wasserwerk und Musikkapelle

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Das neue Gebäude für das gemeindliche Wasserwerk und die Probenräume für die Musikkapelle Marquartstein im ersten Stock nach dem Plan des Büros intec Gewerbebau in Traunstein. Hier die Ansicht von der Tiroler Achen.

Marquartstein. Noch vor einem halben Jahr wollte der Gemeinderat den neuen Wertstoffhof der Gemeinde zusammen mit Wasserwerk und Probenraum für die Musikkapelle im Gewerbegebiet an der Hochlerchstraße bauen. Wegen des neuen Wertstoffkonzepts des Landkreises, der bis Herbst 2015 die Biotonne für Haushalte einführen möchte (wir berichteten), beschloss der Gemeinderat nun in seiner jüngsten Sitzung, lediglich ein neues Gebäude für das gemeindliche Wasserwerk im Gewerbegebiet zu errichten und im Obergeschoß Räume für die Musikkapelle zu schaffen. Bei einer Gegenstimme wurde der Bauantrag verabschiedet.


Multifunktionelles Gebäude

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Architekt Toni Entfellner von der Firma intec Gewerbebau in Traunstein stellte das Konzept für das multifunktionelle Gebäude mit Zentrale des gemeindlichen Wasserwerks, Büros und Lagerraum vor. In einem Anbau sind die Garagen für das Wasserwerk untergebracht, die sich bisher sehr beengt im Bauhof befinden. Der Baukörper besteht im Untergeschoß aus massiver Ziegelbauweise. Im Obergeschoß werden für Decken und Wandelemente Holzplatten verwendet. Während im Frontbereich der Eingang zum Wasserwerk liegt, ist seitlich die überdachte Außentreppe angebracht, die zum ersten Stockwerk führt. Hier liegt der rund 140 Quadratmeter große Probenraum für die Musikkapelle. Im hinteren Bereich zur Tiroler Achen hin ist das Gebäude vollständig mit Lamellen aus Lärchenholz verkleidet. So integriere sich die Fassade natürlich in die Naturlandschaft der Achen, erklärte Entfellner. Die verwendeten Stapelholzplatten im Obergeschoß garantieren außerdem eine möglichst kurze Bauzeit und gute Eigenschaften zur akustischen Dämmung. Den Innenausbau möchte die Musikkapelle zum größten Teil in Eigenleistung erstellen. Die Gestaltung des Außenbereichs bietet auch eine Aufenthaltsqualität für wartende Musikschüler durch Sitzbänke und einen kleinen Brunnen mit Klangelementen, der so symbolisches Zeichen des Hauses für seine Nutzung als Haus für Wasser und Musik ist, erklärte der Architekt.

Das Konzept sei bereits mit den Beteiligten von Wasserwerk und Musikkapelle abgesprochen worden, informierte Bürgermeister Andreas Dögerl. Die Gemeinderäte äußerten sich durchweg positiv über die »schöne, helle und sachliche Gestaltung«, wie es Claudia Kraus ausdrückte. Gerade die Verwendung von Holz hielt Anke Entfellner-Häusler für wichtig, da diese Gestaltung gut in unsere Gegend passe.

Gesamtkosten liegen bei gut einer Million Euro

Auf die Frage von Caroline Egger, ob nicht eine weiße Putzfassade kostengünstiger sei als eine Holzfassade, erklärte Toni Entfellner, dass eine Holzfassade in den Folgekosten nicht teurer sei als eine weiß verputzte Fassade und wenig Auswirkungen auf den Gesamtpreis habe. Um den Zugang zu dem Probenraum behindertengerecht zu gestalten, könne seitlich leicht ein Lift angebracht werden, antwortete der Planer auf die Frage von Peter Lloyd nach der Behindertentauglichkeit des Gebäudes.

Die Kosten insgesamt für Gebäude, Technik und Außenanlagen veranschlagte der Planer auf rund 1,022 Millionen Euro ohne Berücksichtigung der Eigenleistungen und der Inventarkosten.

Zum Zeitplan befragt sagte Toni Entfellner, Mitte August könnten die Arbeiten vergeben werden, sodass im September mit dem Bau und Ende Oktober mit den Holzarbeiten begonnen werden könnte. Im April oder Mai nächsten Jahres könne dann die Einweihung stattfinden. gi