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Gauehrenzeichen in Gold für Barbara Wurm

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Ehrungen gab es bei der Jahreshauptversammlung des Trachtenvereins »Trauntal« Traunstein (von links): Vorstand Martin Schützinger, die Jubilarinnen Barbara Wurm, Rosa Koch und Sabine Kaiser, Gebietsvertreter Alfred Gehmacher und Zweiter Vorstand Hermann Daxenberger. (Foto: Buthke)

Traunstein – Bei der Jahreshauptversammlung des Trachtenvereins »Trauntal« Traunstein ehrte der Gebietsvertreter des Gauverbands I, Alfred Gehmacher, Barbara Wurm für 50 Jahre aktive Teilnahme an Festen und Veranstaltungen mit dem Gauehrenzeichen in Gold. Zudem sei sie 29 Jahre »Hilfskassier« ihres Mannes, Heinz Wurm, gewesen, so Gehmacher. Der Trachtenverein ehrte seinerseits Wurm und Rosa Koch für 50 Jahre Mit-gliedschaft mit der goldenen Vereinsnadel sowie Sabine Kaiser für 25 Jahre Treue zum Verein mit der silbernen Vereinsnadel.


Die Trachtler sollten sich um das Plattln, Volkstanz, Volksmusik, Brauchtum und Laienspiel kümmern, sagte Gehmacher. Der GTEV »Trauntal« habe alle diese Punkte über Jahrzehnte besetzt. Besonders hob er die Jugendarbeit hervor. Aber genauso wichtig sei es, dass junge Leute auch noch mit 20 Jahren Trachtler seien.

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Bürger wieder für die Trachtensache begeistern

Höhepunkt dieses Jahres sei das 125. Jubiläum des Gauverbands I mit den Kulturtagen in Töging gewesen. Dort sei die Trachtensache sauber vertreten gewesen. Ebenso beim Jubiläumsgaufest in Rosenheim. Leider sei bei den Trachtenfesten die Tendenz, dass mehr Trachtler mitgingen, als Menschen zuschauten. »Wir haben zu kämpfen, dass der gemeine Bürger wieder dorthin geht, Daran müssen wir arbeiten«, stellte er fest.

Vorstand Martin Schützinger erklärte, dass bereits mehrere Sitzungen des Festausschusses für das 125. Jubiläum des Vereins 2017 stattgefunden hätten. Er nahm die Anwesenheit von Oberbürgermeister Christian Kegel zum Anlass, diesen zu fragen, ob er die Schirmherr-schaft für das Jubiläum übernehmen wolle. Kegel sagte mit Freuden zu.

Laut Schützinger sollen die Jubiläumsfeiern vom 11. bis 15. August 2017 mit den Trachtenvereinen des Gebiets, den Patenvereinen und Nachbarvereinen stattfinden. Auf dem Festplatz an der Siegsdorfer Straße wird das Festzelt aufgestellt. Er bat den Oberbürgermeister, sich um die Verlegung des üblicherweise Mitte August stattfindenden Pfälzer Weinfests zu bemühen, da der Stadtplatz für den Festgottesdienst gebraucht werde.

Der Oberbürgermeister erklärte, er sei ein Freund der Trachtensache. Dabei komme es aber nicht nur auf das »scheene Buidl« an, sondern auf das, was im Herzen ankomme. Er betonte, wie wichtig die Jugendarbeit sei, denn durch sie werde Tracht und Brauchtum weitergegeben. Er forderte den Trachtenverein deshalb auf, mit viel Einsatz so weiterzumachen.

Der Kassenbericht von Sepp Kaiser, aus dem hervorging, dass der Verein trotz der Entnahme von 6000 Euro aus der Rücklage im vergangenen Jahr noch über 400 Euro Defizit hatte, gab den Anstoß, den Mitgliedsbeitrag zu erhöhen. Er verwies darauf, dass es seit der Umstellung von Mark auf Euro vor 13 Jahren keine Beitragserhöhung mehr gegeben habe. Vorstand Schützinger sagte, die Vorstandschaft und der Ausschuss hätten beschlossen, der Versammlung eine Erhöhung von 10 auf 15 Euro im Jahr vorzuschlagen. Dieser Vorschlag wurde ohne Diskussion einstimmig angenommen.

Vorstand Schützinger, Vorplattler Andreas Klauser sowie Kinder- und Jugendwartin Sabine Kaiser gaben einen Rückblick auf die vielfältigen Feste und Veranstaltungen des vergangenen Vereinsjahres, wie zum Beispiel Raunachtmarkt, Jugendhoagart, Faschingskranzl, musikalische Früh-schoppen, Georgiritt, Trachtenwallfahrt, verschiedene Preisplattln, das Gaufest in Rosenheim und das Trachtenfest in Waging.

Beschwerde über Gebührenzahlung

Beim Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge beschwerte sich Ernst Rachl darüber, dass der Trachtenverein beim Maibaumaufstellen Gebühren für Genehmigungen zahlen müsse, während bei Fußballspielen die Polizeieinsätze kostenlos seien. Zu zahlen sind laut Vorstand Schützinger 50 Euro bei der Regierung von Oberbayern für die Genehmigung eines Schwertransports und 25 Euro bei der Stadt Traunstein. Bei der Schwertransportgenehmigung sei noch die Schwierigkeit, dass man sie zwei bis drei Wochen zuvor beantragen müsse, wenn man noch gar nicht wisse, ob und wann der Diebstahl eines Maibaums durchgeführt werde, so Schützinger.

Oberbürgermeister Kegel erklärte, die Gebühren seien gesetzlich festgelegt. Es liege also nicht in der Hand der Stadt, etwas zu ändern. Er versprach dem Trachtenverein aber spontan: »De 25 Euro kriagt's von mia.« Bjr