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Gasthaus muss dringend energetisch saniert werden

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Die Zukunft des Gasthauses Zum Stoana ist ungewiss. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Immer wieder müssen in Reit im Winkl traditionsreiche Betriebe schließen – etwa die Neubauer-Säge in Entfelden, der Blaserwirt im gleichen Ortsteil oder das Früchtegeschäft Hahn im Zentrum. Auch das Gasthaus Zum Stoana im Ortsteil Birnbach kann offenbar eine dringend notwendige Gebäudesanierung aus eigener Kraft nicht mehr finanzieren. Der Familienbetrieb fürchtet nun um seine Existenz als Gastwirtschaft.


Fläche wird als Stellplatz für Wohnmobile genutzt

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Der jetzige Besitzer, Wilhelm Schwarz (40), gibt zwar an, dass mit einer Schließung in absehbarer Zeit »eher nicht« zu rechnen sei, »aber das kann auch ganz schnell gehen, das kann man nie so genau sagen«. Zu schaffen macht dem gelernten Koch dringender Reparaturbedarf am gesamten Gebäude, vor allem die Gastwirtschaft müsste dringend energetisch saniert werden. Wohl auf mehrere hunderttausend Euro schätzt Schwarz den Finanzbedarf – doch woher soll das Geld kommen? Aus Grundstücksverkäufen war seine Hoffnung. Er bat deswegen schriftlich bei der Gemeinde darum, dass zwei Grundstücke in nördlicher Richtung zur Gastwirtschaft als Bauparzellen ausgewiesen werden. Nun hatte der Gemeinderat über diesen Antrag zu befinden. Bei sechs Befürwortungen stimmten neun Gemeinderäte nach längerer Diskussion dagegen.

Das Problem bei der Ausweisung ist die Situierung der Grundstücke, sie befinden sich im Außenbereich und außerhalb jeglicher Baulinie, die Fläche wird derzeit als Stellplatz für Wohnmobile genutzt. »So gerne wir auch helfen wollten«, erklärte Bürgermeister Josef Heigenhauser, aber hier sei eine Bebauung mit Wohnhäusern, »äußerst schwierig bis unmöglich«. Eine Haltung, der sich einige Gemeinderäte nicht anschließen wollten. »Solch eine Gaststätte ist für das Leben in einem Ortsteil unheimlich wichtig«, befand beispielsweise Martin Wilhelm (CSU), »wenn es hier irgendeine Möglichkeit der Unterstützung gibt, müssen wir das zumindest probieren.« Auch andere Gemeinderäte suchten nach Lösungen, etwa indem das Baufenster verschoben wurde. Angeregt wurde aber auch eine größerflächige Ausweisung von Bauland unter Einbeziehung mehrerer Bauparzellen, um so eine Ortsabrundung zu erreichen.

Gespräche mit dem Landratsamt im Januar

»Dies ist halt insbesondere als Signal für das Landratsamt sehr ungünstig«, erklärte Antragsteller Willi Schwarz. Für ihn ist das Thema allerdings noch nicht vom Tisch. Anfang Januar wolle er mit den zuständigen Behörden im Landratsamt in Gesprächen nach Möglichkeiten suchen, um den Plan dennoch realisieren zu können. »Wir müssen das Gebäude dringend energetisch sanieren, da die Heiz- und Energiekosten in den vergangenen Jahren enorm gestiegen sind, das kann man sich auf Dauer nicht leisten.« Im äußersten Fall müsse die einzige Gaststätte in Birnbach, die seit etwa 80 Jahren betrieben wird, zu einem Wohnhaus mit Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Das mag sich Schwarz aber nicht einmal vorstellen. ost

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