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Gasser stellt sich hinter den Erhalt beider Bäder

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Bürgermeister Thomas Gasser möchte beide Bäder im Teisendorfer Gemeindegebiet erhalten, auch das Schwimmbad in Neukirchen, das unser Bild zeigt. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Große Probleme treiben die etwa 70 Bürger, die sich im Landgasthof Helminger zur Rückstettener Bürgerversammlung trafen, nicht um: Nur vier Wortmeldungen gab es nach dem Bericht von Bürgermeister Thomas Gasser. Im Mittelpunkt standen die geplanten Schwimmbadsanierungen.


Hans Ramstötter hält es für eine gute Sache, dass sich in Neukirchen ein Förderverein fürs Schwimmbad gegründet hat, die »Schwimmbadfreunde Neukirchen«, und auch in Teisendorf eine solche Gründung geplant ist. Er meinte jedoch, wenn das jährliche Defizit nicht gemindert werden kann, müsse sich die Gemeinde fragen, ob sie sich die Sanierung beider Bäder leisten kann. Ihn interessierte besonders die Entwicklung der Folgekosten.

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Jährliches Defizit für Bäder liegt bei rund 180 000 Euro

Wie Bürgermeister Gasser erläuterte, beträgt das jährliche Defizit für beide Bäder zusammen derzeit etwa 180 000 Euro, davon entfallen rund 75 000 Euro auf das kleinere Bad in Neukirchen. Er erklärte, über 10 bis 15 Jahre betrachtet fielen Einsparungen beim Bau weniger ins Gewicht als Einsparungen im laufenden Betrieb. Für Neukirchen hat die Verwaltung laut Gasser überschlagsmäßig errechnet, dass trotz der Abschreibungen der laufende Betrieb durch das Engagement des Vereins um 10 000 bis 15 000 Euro pro Jahr günstiger werden könnte.

Der Rathauschef betonte, die technische Aufsicht über die Bäder, die mit Sicherheitsaspekten zu tun hat, müsse bei der Gemeinde und ihrem Fachpersonal bleiben. Selbst bei einer Verpachtung des Bads an einen Verein bleibe die Gemeinde rechtlich in der Pflicht und hafte bei Problemen. Um finanziell und rechtlich außen vor zu sein als Kommune, wäre ein Verkauf erforderlich.

Unterstützen könne der Verein die Gemeinde jedoch bei den Saison vorbereitenden und -nachbereitenden Arbeiten, beim Kiosk und Kassieren und bei der Geländepflege. Da die Schwimmbadfreunde Neukirchen ausgebildete DLRG-Rettungsschwimmer haben, können sie sogar Michael Lindner als Bademeister ablösen, sodass sich dieser anderen Aufgaben widmen kann. Die Bäder nicht zu erhalten, wäre laut Gasser schade, zumal sie auch von den Schulen genutzt werden können. »Wenn, dann müsste man beide schließen. Eine schwarze Null bekommen wir nie zusammen.« Den Bürgern liege am Herzen, die Bäder so zu erhalten, wie sie sind.

Auch August Hacker, Vorsitzender der DLRG Teisendorf, verfolgte die Diskussion mit Interesse. Unserer Zeitung berichtete er, als Rettungsdienstler sei ihm immer wieder die große Bedeutung des Neukirchner Schwimmbads als Treffpunkt im Dorf zum Austausch von Neuigkeiten aufgefallen. Die Sanierung dieses Bades, bei dem der Gemeindeanteil auf eine Million Euro gedeckelt ist, will der Verein mit viel Eigenleistung unterstützen, sodass die nächsten zwei kompletten Badesaisonen für die Arbeiten vorgesehen sind. Wenn es schneller geht, könne das Bad natürlich früher wieder geöffnet werden, konkretisierte Gasser auf Anfrage.

Strauch behindert Sicht an Radweg-Unterführung

Hermann Krammer regte die Entfernung eines die Sicht behindernden Strauches vor der Radweg-Unterführung an der Bundesstraße 304 aus Richtung Oberteisendorf kommend auf der Höhe von Moosen an. Wolfgang Gassner wünschte, dass auf der Holzhauser Straße in Oberteisendorf, wo zu schnell gefahren werde, das vorgeschriebene Tempo 30 auf dem Asphalt visuell sichtbar gemacht wird. Gasser versprach, dies dem Bauhof für das Frühjahr aufzutragen und stellte auch eine Kontrolle im Rahmen der Kommunalen Verkehrsüberwachung in Aussicht. Philipp Strohmaier kündigte erneut an, dass er die ursprünglich für Asylbewerber gedachte Containeranlage weiterverkaufen werde. vm

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