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Gasalarm in Einkaufszentrum: Ursache unklar

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Atemschutzträger suchten das »Kaufland«-Gebäude mehrmals nach austretendem Gas ab, fanden jedoch nichts. (Foto: FDL/Lamminger)

Traunstein. Zweimal innerhalb von zwölf Stunden musste die Feuerwehr zum Einkaufszentrum »Kaufland« ausrücken, in beiden Fällen wegen Gasalarms. Unmittelbar nach Ende des zweiten Einsatzes am gestrigen Dienstag folgte gleich der dritte: Diesmal musste die Feuerwehr wegen vermeintlichen Gasaustritts zu einem Anwesen an der Max-Fürst-Straße ausrücken.


Allen drei Einsätzen gemeinsam ist: Es konnte kein Gasaustritt festgestellt werden. Insgesamt mussten zwölf Personen medizinisch versorgt werden. Im Fall »Kaufland« blieb die Ursache unklar, in dem Anwesen an der Max-Fürst-Straße war Benzin ausgelaufen.

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Der erste Gasalarm war am Montag kurz nach 18 Uhr ausgelöst worden. Zahlreiche Kunden hatten dem Personal im »Kaufland« gemeldet, dass es im Bereich der Rolltreppen nach Chlorgas oder ähnlichem rieche. Da mehrere Personen Atembeschwerden hatten, wurde die Rettungsleitstelle verständigt.

Von der Freiwilligen Feuerwehr Traunstein, die mit 45 Mann anrückte, wurde das Gebäude umgehend geräumt. Atemschutzträger suchten mittels Messgerät nach dem Gas, doch trotz intensivster Bemühungen konnte das Gas nicht bestimmt werden. Ebenso konnte keine Quelle erkannt werden. Nachdem das Gebäude von der Feuerwehr durchlüftet geworden war, wurde es wieder freigegeben. Man vermutete, dass Reinigungsmittel zusammengeschüttet worden waren, was zu der Geruchsentwicklung geführt haben könnte. Zwölf Personen mussten wegen Reizungen der Atemwege oder der Augen ärztlich behandelt werden. Sieben konnten nach ambulanter Behandlung entlassen werden, drei wurden vom Rettungsdienst ins Klinikum Traunstein gebracht, zwei weitere Kunden stellten sich dort selbst vor. Alle fünf Patienten wurden am Dienstag wieder entlassen.

Am Dienstag gab es dann kurz nach Öffnung gegen 7 Uhr erneut Gasalarm im »Kaufland«. Diesmal wurden zwei Personen verletzt. Eine Angestellte musste mit dem Rettungswagen ins Klinikum Traunstein gebracht werden, eine weitere Angestellte wurde ambulant behandelt. Die Freiwillige Feuerwehr Traunstein und die ebenfalls alarmierte Freiwillige Feuerwehr Haslach sperrten das »Kaufland«-Gelände ab, Atemschutzträger machten sich wiederum mit Messgeräten auf die Ursachensuche. Zusätzlich zum Traunsteiner Messzug wurden auch die Spezialisten der Werksfeuerwehr Gendorf angefordert, die mit ihren Messgeräten ebenfalls versuchten, der Ursache für den Chlorgasgeruch auf den Grund zu gehen. Mehrere Stunden lang wurde das Gebäude abgesucht, doch nirgends war ein Gasaustritt festzustellen. Schließlich entschloss sich die Einsatzleitung, das »Kaufland« gegen 14 Uhr wieder freizugeben.

Neben Polizei und Feuerwehr war unter anderem auch der Rettungsdienst des Roten Kreuzes mit mehreren Fahrzeugen, Sanitätern und Notärzten im Einsatz.

Weiterer Einsatz in Wohnhaus

Fast zeitgleich mit dem Einsatzende beim »Kaufland« ging der nächste Gasalarm ein, diesmal war ein Wohnhaus an der Max-Fürst-Straße betroffen. Die Feuerwehr räumte das Gebäude, in dem sich zum Zeitpunkt der Alarmierung elf Personen aufhielten. Im Gegensatz zum »Kaufland« war die Ursache für den vermeintlichen Gasgeruch hier schnell geklärt. Aus einem im Keller abgestellten Motorrad war eine größere Menge Benzin ausgelaufen, mit entsprechender Geruchsbildung. Die Feuerwehr belüftete das Haus, die Bewohner konnten kurze Zeit später wieder in ihre Wohnungen.