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»Ganz großer Wurf für Traunstein«

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Bekommt Traunstein den Zuschlag für die Landesgartenschau 2022, dann soll auch der Salinenbezirk um den Karl-Theodor-Platz zu den zentralen Orten der Gartenschau gehören. (Foto: Brenninger)

Traunstein. Traunstein bewirbt sich für die Landesgartenschau 2022 – das stand schon seit einiger Zeit fest. Nun verabschiedete der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung auch mehrheitlich das Bewerbungskonzept. Nur Wilfried Schott (Bündnis 90/Die Grünen) sprach sich dagegen aus, da ihm die Kostenschätzung zu vage ist.


Oberbürgermeister Manfred Kösterke gab sich überzeugt, dass die Bewerbung auf guten Füßen stehe. »Ich sehe darin eine sehr große Chance für die Zukunftsentwicklung der Stadt«, betonte er.

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Schott zeigte sich von der Broschüre, die den Stadträten vorgelegt wurde, angetan. Allerdings fehlen ihm darin die Kosten, betonte er. »Es ist etwas schwierig, die tatsächlichen Kosten einzuschätzen«, antwortete Kösterke. »Da würden wir das Pferd von hinten aufzäumen.« Man habe sich dabei vorerst auf die Zahlen – Kösterke nannte diese nicht – des beauftragten Büros gestützt. »Aber wir wissen noch nicht, welche Umbauten wir bekommen werden«, fügte er hinzu. »Es sind noch so viele Unwägbarkeiten.«

Thomas Miller (UW) sprach davon, dass »die Landesgartenschau ein ganz großer Wurf für Traunstein sein wird«. Er fügte hinzu: »Es ist ein Projekt, das langfristige Entwicklungspotenziale aufzeigt.« Zudem sah er darin eine große Chance, da man auf acht Jahre vorausplanen könne. »Auch die Bevölkerung macht mit«, fügte er hinzu. »Alle sind sehr engagiert. Das Projekt wird sich positiv auf Traunstein auswirken«, gab sich Thomas Miller überzeugt. Aufgebracht hatte die Idee, sich für die Landesgartenschau zu bewerben, übrigens die Werbegemeinschaft. Die UW griff diese Idee dann auf und reichte einen Antrag im Stadtrat ein (wir berichteten).

Wesentliche Inhalte des Bewerbungskonzepts, das unter anderem bereits in der Bürgerwerkstatt vorgestellt wurde, sehen vor, dass die Bewerbung unter dem Motto »Salz-Wasser-Landschaft« stehen soll. Als zentrale Parkfläche ist ein Bereich in der Daxerau vorgesehen. Von dort sollen unter anderem Shuttlebusse die Besucher zum Ausstellungsgelände bringen. Aber es besteht auch die Möglichkeit, das umzäunte Kerngelände der Gartenschau zu Fuß zu erreichen.

Ausstellungsflächen sind unter anderem im Traunbereich an der Siegsdorfer Straße sowie am Festplatzgelände, im Salinenbezirk um den Karl-Theodor-Platz, am Maxplatz, im Stadtpark und auch am Bahnhof geplant. Die Verbindungswege zwischen den einzelnen Orten sollen städtebaulich und gärtnerisch noch aufgewertet werden. Abgerundet wird das Konzept durch sehenswerte Orte und Wege in der näheren Umgebung – etwa dem Panoramaweg an der Weinleite oder dem Tannhäuserweg.

Die Bewerbung muss nun bis zum 10. Januar bei der Bewerbungsgesellschaft für die bayerischen Landesgartenschauen eingereicht werden. Diese setzt sich aus Vertretern der Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der gärtnerischen Berufsverbände, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten zusammen.

Im Anschluss daran werden die Städte, die in die engere Wahl kommen, besucht. Die Entscheidung trifft ein Ausschuss, der aus Vertretern der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen sowie der genannten Landschaftsarchitekten gebildet wird. Mit der Vergabe ist voraussichtlich im März 2014 zu rechnen. SB