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Gätzschmann: »Alle oder keiner«

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Traunreut – Der Bauausschuss des Traunreuter Stadtrats hat sich in seiner jüngsten Sitzung der Empfehlung der Verwaltung angeschlossen und einen Antrag zur Änderung des Bebauungsplans im Wohngebiet abgelehnt. Die Antragsteller beabsichtigten, eine Wohnung in zwei kleine Wohnungen umzuwandeln. Aus Gleichbehandlungsgründen scheide eine Änderung der maximal zulässigen Wohneinheiten aus, erklärte dazu die Verwaltung. Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann: »Wenn, dann für alle oder für keinen.«


Die Antragsteller versuchen seit Monaten erfolglos, eine hochwertige 92 Quadratmeter große Wohnung zu vermieten. Durch die Teilung in zwei kleinere Wohnungen mit 51 und 41 Quadratmetern könnten sie ihrer Meinung nach den wachsenden Markt der Einpersonenhaushalte bedienen, zumal in Traunreut offensichtlich Mieter für hochwertige Wohnungen fehlten.

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Für Einzelhäuser höchstens zwei Wohnungen vorgesehen

Der Bebauungsplan sieht aber für alle Einzelhäuser höchstens zwei Wohnungen vor. In Doppelhäusern ist nur eine Wohnung zugelassen. Eine generelle Zulassung von drei Wohnungen je Einzelhaus würde zu einer nicht unerheblichen Nachverdichtung führen. Außerdem müssten für die zusätzliche Wohnung – je nach Größe – ein bis zwei weitere Stellplätze auf dem Baugrundstück nachgewiesen werden. Im Fall der Antragsteller sei dies aber nicht möglich, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung. Der Antrag wurde deshalb einstimmig abgelehnt.

Einig war sich das Gremium darüber, für den Bereich Anning Süd-West auf Anregung des Landratsamts Traunstein eine sogenannte Einbeziehungssatzung zu erlassen. Zwei Bauwerber hatten in der Stadt und im Landratsamt Vorbescheide zum Bau eines Einzelhauses auf einer im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Wohnbaufläche in Anning eingereicht. Nachdem sich diese Bauflächen aber im Außenbereich befinden, hatte das Landratsamt vorgeschlagen, eine Einbeziehungssatzung für den Bereich westlich der Kreisstraße und südlich des Anninger Grabens zu erlassen, in die diese beiden Grundstücke aufgenommen werden sollen.

Bebauungsplanänderung Hochreit-Mitte abgesegnet

Abgesegnet wurden auch die Anregungen im Zuge der Bebauungsplanänderung im Gewerbegebiet Hochreit-Mitte und angrenzenden Teilflächen. Dem Satzungsbeschluss wurde ohne Diskussion einstimmig zugestimmt. Ebenso verliefen die Anregungen im Zuge einer Bebauungsplanaufstellung für das Gebiet zwischen dem Traunring Süd-Ost, Keplerweg und Kopernikusstraße. Auch hier wurde ein Satzungsbeschluss gefasst.

Zurückgestellt wurde ein Änderungsantrag der Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten (CLW). Dabei handelt es sich um den Bau einer Spänefilteranlage für das im Bau befindliche Werkstattgebäude an der Heinrich-Hertz-Straße im Oderberger Gewerbegebiet (wir berichteten). Der Tekturantrag wurde zurückgestellt, weil die feuerschutzrechtlichen Belange nicht geklärt werden konnten. Die Empfehlungen des Bauausschusses müssen noch vom Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag um 17 Uhr im Rathaus abgesegnet werden. ga

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