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Gästehaus für das Hotel Winklmoosalm

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Anstelle des jetzigen Nebengebäudes (im Vordergrund) beim Hotel Winklmoosalm soll der Planung zufolge ein neues Gästehaus gebaut werden. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Beim Hotel Winklmoosalm soll das Nebengebäude abgerissen werden und dafür ein neues Gästehaus mit Personalzimmern entstehen. Der Gemeinderat erteilte in seiner jüngsten Sitzung dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen.


Über den Umfang der Erweiterung im dortigen Außenbereich habe sich die Antragstellerin bereits mit der Gemeindeverwaltung und der Unteren Bauaufsichtsbehörde abgestimmt, erläuterte Bürgermeister Josef Heigenhauser dazu. Demnach fanden schon mehrere Vorbesprechungen und zuletzt ein Ortstermin mit dem Kreisbaumeister sowie dem zuständigen Sachbearbeiter im Landratsamt statt. Dabei wurde auch die Lage des Gebäudes mit besonderer Rücksicht auf die denkmalgeschützten Kaser östlich und westlich des Anwesens besprochen.

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Das Gebäude soll 23 x 15 Meter groß werden. Im Erdgeschoß sind zwei Seminarräume und sechs Gästezimmer, im Obergeschoß neun Gästezimmer und im Dachgeschoß zwei Gästezimmer und neun Personalzimmer vorgesehen. Um eine möglichst große Wohnraumhöhe im Dachgeschoß zu erreichen, ist eine Dachneigung von 16 Grad geplant. Hier ist laut Heigenhauser eine Abweichung von der gemeindlichen Baugestaltungssatzung notwendig, die eine Spanne von 17 bis 23 Grad vorschreibe.

Aufgrund der Geringfügigkeit könne die Abweichung aber nach Ansicht der Verwaltung erteilt werden. Eine weitere Abweichung sei notwendig, weil das Gelände wegen der Hanglage zum Teil aufgeschüttet oder abgegraben werden müsse.

Von den laut Stellplatzberechnung mit dem Hotel nachzuweisenden 63 Stellplätzen gibt es im Winter 38 und im Sommer 30 auf dem eigenen Grundstück. Nach einem Schreiben der Antragstellerin können die restlichen Stellplätze durch die Großraumparkplätze bei der Kirche St. Johann und in Seegatterl in Verbindung mit einem Zubringerservice genutzt werden.

Zur Wasserversorgung hatten bei einem Ortstermin die Almbauern bemerkt, dass die Dimensionierung des aktuellen Wasserspeichers für das Projekt nicht mehr ausreichend sei. Lösungsmöglichkeiten müssten im Rahmen des Genehmigungsverfahrens erarbeitet werden. Weiter hieß es, dass für die Gelände- und Außenanlagengestaltung nach Anweisung von Kreisbaumeister Rupert Seeholzer ein Landschaftsplaner zu beauftragen ist, der mit der Unteren Naturschutzbehörde eine almtypische Freiflächengestaltung entwickeln soll.

»Die bei der Ortsbesichtigung festgelegten Kriterien wurden von der Antragstellerin in der vorliegenden Planung alle erfüllt«, sagte Bürgermeister Josef Heigenhauser. Der Gemeinderat sah dies ebenso und erteilte dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen, ebenso den Abweichungen von den Festsetzungen der gemeindlichen Baugestaltungssatzung bezüglich Dachneigung und Geländeveränderungen sowie für die ebenfalls vorliegende Abweichung von der Stellplatzsatzung.

Eine weiter vorliegende Abweichung bei der Dacheindeckung wurde nicht erteilt. Hier ist dem Beschluss zufolge die Ausführung laut der Ortsgestaltungssatzung umzusetzen. sh