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Gäste- und Übernachtungszahlen weiterhin rückläufig

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Grassau. Zwar waren Übernachtungs- und Gästezahlen weiterhin rückläufig, dennoch zeigte sich die neue Touristinformationsleiterin Christiane Lindlacher im Fremdenverkehrsausschuss optimistisch. Ohne die Betriebsgruppe »Hotels« hätte es sogar bei den Übernachtungen ein Plus von 4,2 und bei den Gästezahlen von 3,9 Prozent gegeben.


Nach dem vorläufigen Ergebnis kann, so Christiane Lindlacher von 112 400 Übernachtungen und rund 29 000 Gästen im vergangenen Jahr ausgegangen werden. Aufgrund der Umbaumaßnahmen am Sporthotel und auch dem Pächterwechsel im Hotel »Hansbäck« seien die Übernachtungszahlen im Bereich »Hotel« ungewöhnlich niedrig.

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Lasse man diese Betriebsart bei der Statistik aber außen vor, dann zeige sich ein Übernachtungsplus von 5100, also rund 4,2 Prozent und ein Gästeplus von 1200 (3,9 Prozent). Wie die Leiterin der Tourist-Info hinzufügte, sei die Entwicklung auf den Bauernhöfen besonders erfreulich. Hier stiegen die Übernachtungen um 28 Prozent und die Gästezahlen um 36 Prozent.

26 Prozent mehr Besucher auf der Internetseite

Ihre ersten Eindrücke nach knapp dreimonatiger Leitung der Touristinformation fasste Christiane Lindlacher anschließend noch zusammen. Zum einen sei Grassau in der glücklichen Position in vier Verbänden und Werbegemeinschaften vertreten zu sein: im Chiemgau Tourismusverband, der Chiemsee Alpenland Tourismus GmbH, dem Ökomodell Achental und der Vereinigung »6 am Chiemsee«.

Bedauert wurde von Christiane Lindlacher, dass das »Call Center« am Hatzhof in Bernau geschlossen wurde und somit der Gast am Wochenende, in den Mittagsstunden und nach den Bürozeiten der Touristinformationen keine telefonischen Auskünfte erhalte. Freude bereiten Lindlacher hingegen die Zugriffszahlen der Grassauer Internetseite. Diese haben im vergangenen Jahr erneut um 26 Prozent zugenommen.

Geplant sei demächst, die Achentallinie weiter auszubauen. Ende 2013 soll es dann möglich sein, auch die Gemeinden Prien, Traunstein, Siegsdorf, Inzell, Ruhpolding und Kössen kostenlos anzufahren. Weiter betrieben werde auch die Chiemseelinie, die sehr gut genutzt werde. Laut Christiane Lindlacher, solle versucht werden, die Anfahrtszeiten für Grassau zu verbessern, sodass sich Chiemsee- und Achentallinie nicht überschneiden.

Zum Biathlon in Ruhpolding wurde heuer von Grassau aus nur ein Bus eingesetzt. Auch die Gästezahlen waren bedeutend geringer als im Vorjahr zum sportlichen Großereignis. Der Vorsitzende des Verkehrsvereins Rottau, Hubert Prassberger, fügte an, dass die Biathlon-Saison heuer zu den schlechtesten zählte. Er führt dies auf die hohen Kartenpreise zurück, die etliche Besucher abgehalten haben.

Wie Lindlacher weiter erklärte, soll heuer eine neue Wegbeschilderung in Angriff genommen werden. Im gesamten Achental und den Nachbargemeinden werden einheitliche Wegweiser aufgestellt und mit schwarzer Schrift auf gelben Hintergrund Auskunft über Wanderzeit und Entfernung bieten. Für die Beschilderung müssen nun Wanderer mit GPS Geräten alle Strecken abgehen.

Ein EU-Projekt und mit 9,8 Millionen Euro gefördert, sei der »Salzalpensteig«, der von Hallstadt bis Prien führe. Im Grassauer Gemeindegebiet verlaufe der Weg vom Hochgern nach Niedernfels über die Zeppelinhöhe, Wasserfall bis zum Grießenbach und weiter nach Rottau. Als »Wegpate« habe sich Dr. Klaus Thiele zur Verfügung gestellt. Erste Gespräche im Landratsamt habe es schon gegeben.

Im Mai wird der Golfplatz eröffnet

Voraussichtlich im Mai soll der Golfplatz Achental in Grassau eröffnet werden. Laut Lindlacher, ein wichtiger Meilenstein für den Grassauer Tourismus. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Gästekontrolleur unterwegs sein, informierte sie. Ein elektronisches Meldesystem werde eingeführt, sodass Gastgeber direkt von Zuhause am Computer Gäste melden und die Gästekarte ausdrucken können.

Da aufgrund der Umbaumaßnahme zur Schaffung des neuen Sitzungssaals im Alten Pfarrhof das Archiv der Touristinformation aus dem Dachgeschoß entfernt werden musste, werde dieses nun im ehemaligen Schachraum untergebracht. Die Schachspieler dürfen derweil den ehemaligen Medienraum nützen. Und noch eine Neuigkeit gibt es: Mit einem speziellen Veranstaltungsprogramm soll das Projekt »Genial Vital« wiederbelebt werden. Täglich soll es hierzu ein kostenloses Angebot geben.

Angeregt wurde von Hubert Prassberger die Kurabgabe unabhängig von der Saison in gleicher Höhe zu halten. Dafür sollten Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre von dieser Abgabe befreit werden. Dies müsse im Gemeinderat noch diskutiert werden, erklärte Bürgermeister Rudi Jantke. tb