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Furioses Doppelkonzert in der Turnhalle in Übersee

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Unter wechselnder Stabführung der Dirigenten Thomas Lindlacher (im Bild) aus Übersee und Andreas Meier aus Batzenhofen im Landkreis Augsburg bewiesen die Musiker in außergewöhnlicher Harmonie ihr Können. (Foto: Flug)

Übersee. Schön, dass es nicht enden wollte – so empfanden viele der rund 250 Besucher das Doppelkonzert der Blaskapelle Übersee-Feldwies und der Musikkapelle Batzenhofen in der Turnhalle. Mit einem Beispiel ausgezeichneten Zusammenspiels haben sich die Musiker bei ihrem Herbstkonzert in die Herzen der Zuschauer gespielt. Vorstand Thomas Strohmayer hatte von einer 120 Minuten langen Reise um die Welt gesprochen – die dank der Zugabenforderungen der Zuhörer doch bis 22.30 Uhr dauerte.


Wie der Überseer Dirigent Thomas Lindlacher erklärte, hatten die 32 Musiker aus dem Kreis Augsburg vor allem Filmmusik im Gepäck. Ihr Dirigent Andreas Meyer und seine Mannschaft begannen mit der »Reise um die Welt« von Otto M. Schwarz. Die jungen Leute fühlten sich auch in den fremden Tonräumen sicher. An orientalischen, asiatischen und amerikanischen Klängen erkannte jeder Zuhörer sofort, wohin die Reise ging.

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Dann spielten die beiden Orchester abwechselnd. Der Blaskapelle Übersee gelang ein sehr schöner »Tanz der russischen Matrosen«. Die Batzenhofener ließen dann »Spiderman« mit der Musik aus dem gleichnamigen Film durch die Turnhalle klettern. Schön im Vordergrund spielten die Klarinetten der Blaskapelle in der Tankredi-Ouvertüre von Gioachino Rossini. Über die USA mit Puttin on the Ritz und Ceske noty, einer tschechischen Polka, neigte sich der erste Teil dem Ende. Schlusspunkte setzte die Musikkapelle Batzenhofen mit einer Mischung bekannter Morricone-Filmmelodien. Die Blaskapelle schloss mit dem festlichen Marsch von Antonin Dvorak.

Die beiden Dirigenten hatten Wochen zuvor die Repertoires ihrer Kapellen ausgetauscht und eine Schnittmenge für das gemeinsame Spiel im zweiten Konzertteil gefunden. Gemeinsam geprobt wurde nur einmal am Nachmittag vor dem Konzert. Im zweiten Teil spielten also beide Kapellen gemeinsam unter wechselndem Dirigentenstab. Dem Konzertmarsch »Die Sonne geht auf« von Rudi Fischer folgte »Wir Musikanten« von Kurt Gäble. Über den »Second Waltz« aus der Jazz-Suite und dem Florentiner Marsch ging es weiter durchs Programm. Am Ende gab es drei Zugaben.

Im vorletzten Stück nötigten die Batzenhofener die Kollegen zum selten zu hörenden Überseer Gesang. Einen sehr schönen gemeinsamen Schluss setzte »Abendsee« aus Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck. Die Zuhörer waren restlos begeistert. Für Heiterkeit sorgten auch die Geschichten aus dem gemeinsamen Studium der Dirigenten Thomas Lindlacher und Andreas Meyer. Meyer dirigiert verschiedene Kapellen, darunter auch die 1906 gegründete Musikkapelle Batzenhofen. Er ist Leiter einer eigenen Musikschule im Kreis Augsburg.