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Fürs Marienstift wurde fleißig gespendet

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Grabenstätt – »Alle acht Einzelzimmer sind belegt«, freute sich die Vorsitzende Irene Riede auf der Mitgliederversammlung des Vereins für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt, der seit 33 Jahren als Träger des Senioren-Wohnheims Marienstift in Marwang fungiert. Eine kontinuierliche Belegung aller Zimmer sei wichtig, um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.


Wie Heimleiterin Juliane Ehrenleitner näher ausführte, habe man drei neue Bewohner aufgenommen und es gebe sogar weitere Anfragen. Kurzeitpflegedienste werde man aber weiterhin nicht übernehmen und auch keine Bewohner mit Pflegestufe aufnehmen, so Riede. Wenn ein Marienstift-Bewohner pflegebedürftig werde, gehe das erfahrungsgemäß nur eine gewisse Zeit lang bis zu einem bestimmten Pflegeaufwand gut. Es sei wichtig, »dass es auch kleinere Einrichtungen wie die unsere gibt und wir rüstige Senioren aus Grabenstätt und Umgebung aufnehmen und ihnen das Gefühl geben können, dass sie daheim sind«, so Riede.

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Die Altenbetreuung im Marienstift hat Riede zufolge eine lange Tradition. So haben die Niederbronner Schwestern bereits 1920 in dem neben der 350 Jahre alten Marwanger Loretokirche stehenden Haus ihre klösterliche Gemeinschaft eingerichtet. Sie nahmen bedürftige Senioren ohne Heimat auf und leisteten ambulante Kranken- und Sterbehilfe in weiten Umkreis von Marwang.

Nachdem die Schwestern um Ehrenbürgerin Schwester Elmara 1982 aus Altersgründen ihr geliebtes Marienstift verlassen hatten, regte Ortspfarrer Johann Nepomuk Huber 1983 an, den Verein für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt zu gründen, um deren wertvollen Dienste zumindest ansatzweise erhalten zu können. »Wir haben es bis jetzt geschafft, auch wenn es teilweise sehr mühsam war und wir manchmal ziemlich kämpfen mussten«, betonte Riede und lobte den 14-köpfigen ehrenamtlichen Helferkreis, der eine unverzichtbare Arbeit leiste.

Mit der notariellen Beurkundung vom 21. September dieses Jahres hat der Verein Riede zufolge das Marienstift in Erbbaurecht vom erzbischöflichen Ordinariat in München übernommen. Der zu zahlende Erbbauzins betrage 840 Euro jährlich, also etwa zehn Prozent der jährlichen Erbpacht in Höhe von 8000 Euro. Die Kosten für den Notar, die Grundbucheintragung und die Schenkungssteuer müsse der Verein als Träger ebenfalls übernehmen und auch für den Erhalt des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes aufkommen, so Riede. Kirchenpfleger Maximilian Wimmer sprach in diesem Zusammenhang von »fairen Rahmenbedingungen« und einer »guten Lösung«. Was die finanzielle Situation anbelange, sehe es heuer nicht zuletzt aufgrund der vielen Spenden »sehr gut aus«, freute sich Kassier Uschi Erl.

Riede verwies noch auf die beiden, an der Westseite des Marienstifts angelegten. Parkplätze und an die 2015 am Haus entstandenen Sturmschäden, die glücklicherweise von der Versicherung übernommen worden seien. mmü

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