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»Für Region viel erreicht«

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Traunstein – Landrat Siegfried Walch hat die in der Kabinettssitzung in Traunstein gefassten Beschlüsse ausdrücklich begrüßt. »Meine wesentlichen Forderungen sollen jetzt umgesetzt werden. Damit haben wir bei der Staatsregierung viel erreicht«, so Walch. Besonders geht es ihm dabei um die Wasserkraftnutzung an der Salzach, den zügigen Weiterbau der A 8 bis zur Landesgrenze und die Zukunftsstrategie für den bayerischen Alpenraum.


»Der Landkreis Traunstein nimmt beim Thema erneuerbare Energien und Klimaschutz eine Vorreiterrolle ein«, betonte Walch. Schon seit Beginn der Industrialisierung spiele die Wasserkraft hier eine große Rolle. In Zeiten der Klimaverschlechterung brauche man Kraftwerke nach neuestem technischen Stand, die ausreichend Strom liefern und ökologisch verträglich seien.

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Nach Gesprächen mit dem oberösterreichischen Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl sagte er, seit Jahrzehnten sei klar, dass die Flusssohle der Salzach saniert werden müsse. Es drohe eine massive ökologische Katastrophe, so Walch. Flusssanierung und Bau von Wasserkraftwerken könnten Hand in Hand gehen. »Wir sind einen wichtigen Schritt vorangekommen«, resümierte er seine Verhandlungen.

Ebenso positiv sieht Walch die Ankündigung von Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, wonach sich Bayern beim Bund für den sechsstreifigen Ausbau der Autobahn bis zur Bundesgrenze einsetzen will. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist nur der Ausbau vom Inntaldreieck bis zur Anschlussstelle Traunstein/Siegsdorf in den vordringlichen Bedarf eingestuft, während es bis zum Walserberg nur Planungsrecht gebe.

Die Autobahn sei längst Teil einer europäischen Magistrale bis in den Mittelmeerraum und Lebensader für exportorientierte Betriebe in Landkreis und Region. Allerdings entspreche der Bauzustand weder heutigen noch künftigen Anforderungen. »Die Folge sind Staus mit hohem CO2-Ausstoß und erhebliche Sicherheitsmängel, die wir nicht mehr verantworten können«, so Walch.

Zukunftsstrategie von existenzieller Bedeutung

Von existenzieller Bedeutung für den Wirtschaftszweig Tourismus sei die in Traunstein eingeleitete Entwicklung einer Zukunftsstrategie für den bayerischen Alpenraum. Mit diesem Programm sollen die Alpen als Natur- und Kulturraum gepflegt und als zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort weiterentwickelt werden.

Bereits im Vorfeld der Kabinettssitzung hatte Walch an die Staatsregierung appelliert, Chancengleichheit mit den österreichischen Tourismusregionen herzustellen. Der Beschluss, ein Gesamtkonzept für alle Landkreise und kreisfreien Städte in den bayerischen Alpen auf die Beine zu stellen und dieses mit den Nachbarstaaten zu vernetzen, gehe genau in diese Richtung. »Es müssen jedoch schnell greifbare Ergebnisse auf den Tisch, denn im Landkreis Traunstein hängen tausende Arbeitsplätze vom Tourismus ab«, so Walch. fb