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Für einen Kreisverkehr

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Der Seeon-Seebrucker Gemeinderat will trotz weniger Fördermittel an dem geplanten Vorhaben festhalten, im Bereich Malerwinkel an der Abzweigung Richtung Rosenheim einen Kreisverkehr zu bauen. Die Stelle hat sich mittlerweile zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt.

Seeon-Seebruck – Obwohl für den geplanten Kreisverkehr im Bereich Malerwinkel westlich von Seebruck an der Abzweigung Richtung Rosenheim weniger Fördermittel in Aussicht gestellt werden, hält der Gemeinderat an dem Bauvorhaben fest. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss fasste das Gremium in seiner jüngsten Sitzung, die auf Einladung der Firma Regnauer im neuen Vitalbüro des Seebrucker Unternehmens stattfand.


Ursprünglich war die Gemeinde davon ausgegangen, dass die Finanzierung der Straßenbaumaßnahme über das Kommunale Sonderbaulastprogramm des Freistaates Bayern mit einer Förderung von circa 80 Prozent abgewickelt werden kann. Bei den ermittelten Kosten von 600 000 Euro für den Kreisverkehr hätte das bedeutet, dass die Gemeinde mit einer Förderung von rund 480 000 Euro hätte rechnen können und selber mit nur 120 000 Euro belastet gewesen wäre. Zwischenzeitlich sei aber nur noch eine Förderung von maximal 50 Prozent in Aussicht gestellt worden, weil der Fördertopf der Kommunalen Sonderbaulast momentan nicht mehr hergebe, sagte Bürgermeister Bernd Ruth. Dies wiederum bedeutet, dass die Gemeinde etwa die Hälfte der Kosten selber tragen muss. Ruth stellte deshalb zur Diskussion, ob das Vorhaben weiterverfolgt werden soll oder nicht.

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In den Diskussionsbeiträgen zeichnete sich ein klares Votum für den Bau eines Kreisverkehrs ab, das letztendlich auch einvernehmlich bestätigt wurde. Ein Kreisverkehr hätte auch den zusätzlichen Vorteil, die von den dort ansässigen, gastronomischen Betrieben geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung zu erreichen, sagte Rudi Mayer (FW), der sich klar dazu bekannte: »Wir sollten einen Kreisverkehr bauen.« Der Malerwinkel und der Lambachhof mahnen seit Jahren an, dass dort viel zu schnell gefahren wird und sich die Stelle mittlerweile zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt hat. »Da kracht es im Jahr ein paar Mal«, sagte Carolin Velten vom Lambachhof dem Traunsteiner Tagblatt. Josef Hölzl (FW) unterstützte seinen Vorredner Mayer und betonte, dass ein Kreisverkehr auch im Sinne der Radfahrer vernünftig wäre. Auch Michael Regnauer (CSU) sprach sich dafür aus, die Maßnahme weiter zu verfolgen. »Wir schieben das jetzt schon so lange vor uns her.« In Verbindung mit dem Radwegenetz sei ein Kreisverkehr ganz wichtig, betonte Regnauer. ga