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Für eine »Pädagogik des Herzens«

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Die Religionslehrerinnen Viktoria Scharzer (links) und Martina Purrer beim Sketch »Das Gewöhnliche außergewöhnlich gut (gemeinsam) tun«. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Mit einem Festgottesdienst feierte das Pädagogische Zentrum Schloss Niedernfels den Gedenktag ihres Schutzpatrons und Namensgebers Franz von Sales. Dieser lebte von 1567 bis 1622, war Bischof von Genf, Kirchenlehrer und Autor von Philothea, einem theologischen Werk, das noch heute immer wieder neu aufgelegt wird.


Vor rund 300 Schülern, vielen Lehrern und Erziehern zelebrierte Dekan Konrad Kronast unter Assistenz des Guardians der Schule, Christian Schmidberger aus Maria Eck den Gottesdienst. Die salesianische Pädagogik, eine »ganzheitliche Pädagogik des Herzens« sei von besonderer Bedeutung in der Schule und den Erziehungsstätten. Dabei komme es nicht nur auf die schulischen Qualitäten eines Schülers an, sondern darauf, den Menschen mit allen seinen Stärken und Schwächen anzunehmen. Erfolgreich hat die Schule bereits lange vor der offiziell gewünschten »Inklusion« zahlreiche geistig und körperlich Behinderte im normalen Schulbetrieb integriert und, wo möglich, auch zu normalen Schulabschlüssen geführt.

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1954 war Schloss Niedernfels in den Besitz der Schwestern von der Heimsuchung Mariä (Salesianerinnen) übergegangen, deren Ordensgründer Franz von Sales war. Ein Jahr später eröffneten sie Volksschule und Internat. 1997 ging die Trägerschaft der Einrichtung an die Katholische Jugendfürsorge über, wobei bis heute eine Schwester des Ordens, Elisabeth Escofier, bei der religiösen Erziehung der Kinder mitarbeitet. Die Hauptschule bis zur 9. Klasse, Internat, Hort, Mittagsbetreuung und heilpädagogische Tagesstätte verzeichnen seit Jahren steigende Schülerzahlen, sodass vor drei Jahren ein neuer Schulhausbau mit großem Festsaal gebaut wurde.

Die Religionslehrerinnen Viktoria Scharzer und Martina Purrer spielten den Sketch »Das Gewöhnliche außergewöhnlich gut tun«, eine Aussage von Franz von Sales und gleichzeitig das diesjährige Jahresmotto in Niedernfels. Die beiden zeigten, dass weder ausschließlich auf das Herz zu hören eine Lösung ist, genauso wenig als sich nur nach dem Verstand zu richten, falsch ist. Fazit: Nur gemeinsam kommt man weiter. gi