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Für die eigene Ernte braucht man keinen Garten

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Erdbeeren gedeihen gut auf dem Balkon und sehen zudem schön aus. (Foto: GMH)
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Gartenbesitzer und Blumenliebhaber haben das ganze Jahr über viel zu tun. In der Serie »Gartenleben« gibt das Traunsteiner Tagblatt deswegen nun wieder Tipps für die richtige Pflege der Pflanzen und Anregungen für die Gestaltung von Garten oder Balkon. Im ersten Teil stellen wir einen neuen Trend vor: den Naschbalkon.


Auf dem Balkon lassen sich würzige Kräuter, aromatisches Gemüse und saftige Früchte zwar nur in kleinen Mengen anbauen, doch immer mehr Menschen kommen auf den Geschmack, sich ab und an etwas Leckeres aus eigener Ernte in den Mund zu schieben oder damit Speisen und Getränke aufzuwerten.

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Petersilie, Schnittlauch und Basilikum gibt es inzwischen in jedem gut sortierten Supermarkt. Deshalb darf es im Balkonkasten etwas ausgefallener zugehen: Ein abgehärtetes Strauchbasilikum der Sorte Ajaka gehört auf jeden Naschbalkon. Die mehrjährige, gut verzweigte Pflanze bildet bei ausreichend Sonne würzige Blätter, die den ganzen Sommer über geerntet werden können.

Wer exotische Küche liebt, hat auch an scharfen Chilis seine Freude. Großfruchtiges Bullhorn-Chili gilt eher als süße Paprika, die sich sehr gut zum Füllen eignet. Wer es mega-scharf mag, kann »Feuerküsschen« heranziehen.

Mexikanische Minigurken sehen aus wie Wassermelonen

Gefragtes Naschgemüse sind derzeit auch gelbe Andenbeeren. Im Kübel wird die Pflanze gut einen Meter hoch und bildet regelmäßig neue, schmackhafte Früchte aus. Für den Balkonkasten eignet sich auch die Ananas-Kirsche. Sie bleibt kompakt und bildet ihre kleinen, aromatischen Früchte ebenfalls in dekorativen, pergamentartigen Lampions. Klein aber fein sind auch mexikanische Minigurken. Die nur etwa daumennagelgroßen Früchte wachsen an rankenden Pflanzen und sehen aus wie kleine Wassermelonen.

Nach wie vor hoch im Kurs bei Naschern stehen Erdbeeren. Es gibt zum Beispiel Dauerblüher, die von Ende Juni bis zum ersten Frost durchgehend Früchte tragen. Kombinieren lassen sich Nascherdbeeren auf dem Balkon unter anderem mit Minz-Variationen.

Fruchtsalbe eignet sich gut für die Zubereitung raffinierter Obstsalate. Es gibt eine große Vielfalt an Geschmacksrichtungen von Ananas über Honigmelone bis zu Johannisbeere mit aromatisch duftenden Blättern und schönen Blüten. Salbei hilft zudem durch seine Inhaltstoffe bei der Abwehr gegen Kohlweißlinge, Raupen und Schnecken. Ätherische Öle, wie sie auch in anderen mediterranen Kräutern wie Lavendel, Oregano und Thymian enthalten sind, sollen abschreckend gegen Blattläuse wirken. Zur Vorbeugung gegen Mehltaubefall hat sich bewährt, Kerbel, Knoblauch und Schnittlauch zwischen die anfälligen Pflanzen zu setzen.

Voraussetzung für eine gute Ernte sind große Kästen

Die Pflege eines Naschbalkons ist relativ simpel. Wenn der Standort stimmt, braucht es nur wenige Handgriffe, damit es mit der Ernte klappt. Voraussetzung sind große Kästen und Kübel, in denen die Pflanzen genügend Platz haben. Wichtig ist außerdem hochwertige Erde. Wer teure Pflanzen in billiges Substrat setzt, spart am falschen Ende, da es meist nicht genügend Wasser speichert. Außerdem sollte man die Pflanzen gelegentlich düngen.

Diesen und viele weitere Artikel unserer Serie »Gartenleben« finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben im Internet. fb