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Für den Traunsteiner Stadtforst war 2012 ein gutes Jahr

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Traunstein. Für den Traunsteiner Stadtforst war 2012 ein gutes Jahr. Gut 6300 Festmeter Holz wurden eingeschlagen und brachten einen Erlös von rund 400 000 Euro. Davon blieben unter dem Strich nach allen Ausgaben gerade einmal 3000 Euro als Gewinn übrig. Stadtförster Gerhard Fischer legte gestern im Stadtrat die Bilanz des Stadtforstes für das vergangene Jahr vor und sprach von einer stabilen wirtschaftlichen Situation.


Die Einnahmen für den Stadtforst mit Jagd, Pacht, Zuschüssen etc. summierten sich 2012 auf gut 466 000 Euro. Den Löwenanteil der Ausgaben in fast gleicher Höhe machen Löhne und Gehälter aus. Neben dem Stadtförster und dem forstlichen Leiter beschäftigt der Forst eine Teilzeit-Bürokraft und vier Forstwirte.

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Beim Holzeinschlag wurden nach Fischers Angaben fast 90 Prozent vom Plansoll erfüllt. Besonders erfreulich sei dabei, dass nur etwa 2 Prozent der Holzmenge als Folge von Schadeinwirkungen (Sturm, Borkenkäfer) geerntet werden musste. Mit 4600 Festmetern ist Fichten-Bauholz immer noch das Hauptsortiment. Auf immerhin 400 Festmeter summiert sich der Brennholzeinschlag an Hartlaubholz. Der hohen Nachfrage nach Hackschnitzeln ist es geschuldet, dass etwa 2000 Schüttraummeter gewerbliches Energieholz vermarktet wurden.

Durchschnittlich erzielte man beim Holzverkauf einen Erlös von 73,40 Euro pro Festmeter. Die Kosten für den Abtransport sind also nicht berücksichtigt. Im Vergleich zu 2011 sind die Preise in etwa stabil geblieben. Der Rückgang beträgt nur 60 Cent pro Festmeter.

Wie fast überall in Europa macht das Eschentriebsterben auch vor dem Traunsteiner Stadtwald nicht halt. Der Anteil dieser Baumart liegt im Stadtwald bei unter zehn Prozent. Allerdings wurden in den letzten Jahren einige Eschenkulturen gepflanzt, die so stark geschädigt sind, dass sie komplett ersetzt werden müssen. Dazu werden in erster Linie Eichen und Tannen gepflanzt. Die jungen Kulturen werden fast durchwegs mit Zäunen vor Wildverbiss geschützt, was einen erhöhten Arbeitsaufwand erfordert. »Gesunde Verjüngung ist bereits kaum mehr vorhanden. Ältere Eschen sterben ab« – so lautete das unerfreuliche Fazit des Försters.

Vergleicht man es mit den Jahren davor, so hat sich der Waldzustand insgesamt leicht positiv verändert, stellte Fischer fest. Auch die Schäden durch Borkenkäfer seien deutlich zurückgegangen. Nur etwa 100 Festmeter sogenanntes Käferholz wurden letztes Jahr eingeschlagen.

Fischer berichtete auch kurz über die Jagd. Die Zahl der erlegten Rehe in den drei städtischen Eigenjagdrevieren sei auf dem hohem Niveau der letzten Jahre geblieben.

Der Stadtforst betreut auch den Stiftungswald Haßlberger. Hier wurde im vergangenen Jahr ein Überschuss von 21 500 Euro erzielt; allerdings war das Ergebnis aus dem Forstbetrieb negativ.

In der gestrigen Stadtratssitzung ging es noch um eine Reihe weiterer Themen. So wurde unter anderem über die Einführung eines Rufbusses diskutiert und Kämmerer Pankraz Maier stellte die Jahresrechnung für 2012 vor. -K.O.-