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Für den Hochwasserschutz einiges erreicht

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Diese Mauer schützt das Baugebiet Mauthner Feld vor Überschwemmung. Der Schieber im Schnappengraben ist geöffnet. Die Poller sollen verhindern, dass der Durchlass durch Treibgut verstopft wird. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Die umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahme im Baugebiet Mauthner Feld ist abgeschlossen. Damit sind die Bewohner in diesem Gebiet vor einem hundertjährigen Hochwasser geschützt. Bürgermeister Hans Pertl informierte bei einem Gespräch im Rathaus über die Maßnahme.


Zunächst erinnerte er an das Hochwasser 2013. Viele Häuser im Mauthner-Feld standen unter Wasser. Das Wasser kam damals nicht aus der Tiroler Ache, sondern aus den zwei Bächen, die sich hier treffen. Das bestehende Abflussrohr im Schnappengraben konnte die Wassermengen nicht mehr ableiten, sodass sich das Bachwasser ins Baugebiet zurückstaute. Als geeignete Maßnahme, dies künftig zu verhindern, wurde eine Hochwassermauer erachtet. Diese wurde in nur zwei Monaten erstellt, im Dezember folgten dann die letzten Auffüllungsarbeiten.

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Nun riegelt die 30 Zentimeter dicke Betonwand auf einer Länge von 80 Metern das Baugebiet ab. In die vor dem bebauten Gebiet befindliche, natürliche Geländemulde kann nun bei Hochwasser das Wasser einen See ausbilden und damit rund 140 000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden.

Beim Schnappengraben wurde in die Betonwand eine regelbare Öffnung, ein sogenannter Schütz, installiert. Das Öffnen und Schließen des Schiebers liegt in der Hand der Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs oder auch der örtlichen Feuerwehr. Die installierten Poller vor der Öffnung sollen eine Verklausung durch Treibholz verhindern.

Auch der Fußweg wurde ersetzt und verläuft nun gewissermaßen auf der Mauer. Dieser ist befahrbar und ermöglicht so ein leichteres Räumen des Grabens. »Wir haben das Maximum, was technisch möglich war, unternommen, um die Anlieger zu schützen«, betonte Pertl. Die Maßnahme kostet rund 200 000 Euro. Die Hälfte etwa muss die Gemeinde aus eigener Kraft aufwenden. Er betonte, dass es einen hundertprozentigen Schutz nie geben werde. tb