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Fünf Wirtschaftsschüler mit einer Eins vorm Komma

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Wegen ihrer guten schulischen Leistungen erhielten (von links) Sebastian Abel, Michaela Heinzlmeier und Theresa Axthammer von Schulleiter Gerhard Kammerer (rechts) den Staatspreis der Regierung von Oberbayern. (Foto: Buthke)

Traunstein. Mit einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Oswald und einer Feier im Kunstraum Klosterkirche sind die Absolventen der Privatschule Dr. Kalscheuer in Traunstein verabschiedet worden. Schulleiter Gerhard Kammerer zeichnete dabei Sebastian Abel aus Teisendorf, Theresa Axthammer aus Seebruck und Michaela Heinzlmeier aus Traunstein für ihren sehr guten Notendurchschnitt mit dem Staatspreis der Regierung von Oberbayern aus. Weitere Einser-Schülerinnen waren Victoria Lippert aus Grassau und Anna Rauch aus Surberg.


Der Schulleiter war stolz auf die Ergebnisse und sprach die Hoffnung aus, dass sie ihnen in der Zukunft nützlich sein werden. Aber das Lernen höre nie auf, denn schon der amerikanische Staatsmann Benjamin Franklin solle gesagt haben: »Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, wer damit aufhört, treibt zurück.« Wie schwer sei es doch, nach langer Pause, ob im Beruf oder im Hobby, wieder etwas zu erlernen, so Kammerer. »Deshalb solltet ihr am Ball bleiben, wenn es um eure Zukunft geht.« Dabei sollten sie ihr Ziel immer vor Augen haben. Die Geschwindigkeit, mit der sie dieses Ziel erreichten, sei dabei zweitrangig. Wichtig sei der kleine oder große Erfolg, der Mut mache, den Weg weiter zu gehen.

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Mit einem Zitat des amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson – »Was wir am nötigsten brauchen, ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu tun, was wir können« – beschrieb Kammerer das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Einerseits werde von Schülern sehr oft empfunden, dass Lehrer sie zu etwas zwingen wollten, was sie nicht wollen. Andererseits seien viele Lehrer der Überzeugung, dass nur ein bestimmter Weg der Richtige sei und deshalb eingehalten werden müsse. »Wir Lehrer können auch nicht immer erkennen, was ihr könnt, denn einige sind sehr geschickt darin, dies zu verbergen«, meinte er. Beide Seiten gingen daher zunächst in eine Abwehrhaltung, bis die Erkenntnis komme, man könnte für unterschiedliche Schüler auch unterschiedliche Wege beschreiten. »Wenn wir Lehrer Glück haben, dann haben wir euch zu dem gezwungen, was ihr könnt.«

Ihm seien alle Schulen wichtig, sagte Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Die private Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer sei ihm deshalb wichtig, weil sie wieder einen jungen Jahrgang an die Wirtschaft herangeführt habe. Dadurch kämen Führungskräfte nach, die in der Region gebraucht würden. Die Wirtschaftsschüler seien es, die die Wirtschaft maßgeblich begleiteten. »Wir sind froh, dass sie von den Schulen dazu hingeführt werden«, so Kösterke. In der Schule hätten sie auf ihre individuellen Fähigkeiten gesetzt, aber ohne ein soziales Umfeld von Eltern, Lehrern, Freunden usw. wäre es nicht zum Erfolg gekommen. Der Oberbürgermeister appellierte daher an die Absolventen, dieses soziale Umfeld auch im Beruf weiter zu pflegen. »Der Mensch ist zwar ein Individuum, er kann aber ohne ein soziales Umfeld nicht gedeihen«, machte er deutlich.

Die Glückwünsche des Elternbeirats überbrachte die Stellvertretende Vorsitzende Brigitte Blüml. Zu den Absolventen sagte sie, sie hätten sich mit ihrem Abschluss eine hervorragende Grundlage für den beruflichen Weg und die berufliche Zukunft geschaffen. »Suchen Sie nicht nach dem perfekten Lebenslauf, sondern machen Sie sich Ihre Stärken zu eigen«, riet sie den Schulabgängern. Bjr