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Sinkende Erwerbslosenquote im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Traunstein

Frühjahrsbelebung am Arbeits- und Ausbildungsmarkt

Traunstein – Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Traunstein (Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting) sank im März um 0,3 auf 4,0 Prozent. Damit sind derzeit 10 551 Menschen in den vier Landkreisen arbeitslos gemeldet, 857 weniger als Ende Februar. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind es 172 weniger.

2584 Neumeldungen gab es im Laufe des März, ihnen standen 3444 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit gegenüber. 1738 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, 1013 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 117 nannten sonstige Gründe, der Rest machte keine Angaben. »Die hohe Zahl an Abmeldungen im März ist ein Indiz dafür, wie stark die Region von der Witterung und vom Tourismus abhängig ist«, erklärte die Chefin der Arbeitsagentur Traunstein, Jutta Müller, »die Wiedereinstellung in den Außenberufen und in der Hotellerie ist in vollem Gange.« Ende März waren insgesamt noch 3012 offene Stellen in den vier Landkreisen gemeldet.

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Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug Ende März 3,6 Prozent, das ist ein Rückgang gegenüber Februar um 0,1 Prozentpunkte und ein Gleichstand mit März 2015. derzeit sind 3265 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 36 mehr als vor einem Jahr und 169 weniger als im Februar, ein Rückgang um 4,9 Prozent.

1027 (Februar 908) Menschen beendeten im März ihre Erwerbslosigkeit. 547 nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, das sind 26,9 Prozent mehr als im Vormonat. 133 begannen eine Ausbildung und/oder Qualifizierung, 282 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 65 Menschen nannten sonstige Gründe. 848 Personen meldeten sich im März neu arbeitslos, 47 (5,8 Prozent) weniger als im Februar.

Aktuell sind im Landkreis Traunstein 1012 offene Stellen gemeldet, im Februar waren es 992. Der Arbeitsmarkt im Bereich Gesundheits- und Sozialberufe ist weiterhin sehr gut mit 133 aktuellen Angeboten. 140 Angebote kommen aus dem Gastgewerbe. Mit 262 Angeboten bieten die Zeitarbeitsunternehmen Wiedereinstiegschancen.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Traunstein bietet 1292 Lehrstellen, das sind 55 weniger als im Vorjahr davor. Dem stehen 965 Ausbildungssuchende gegenüber, 29 weniger als im Vorjahr. »Das rechnerische Verhältnis von 1,3 Ausbildungsplätzen zu gemeldetem Bewerber sieht optimistisch aus, birgt allerdings nicht die Garantie auf den Wunschberuf«, erläutert Müller, »wer einen bestimmten Beruf erlernen möchte, muss sich spätestens jetzt darum kümmern«, appelliert Müller.

Im Landkreis Berchtesgadener Land betrug die Arbeitslosenquote Ende März 5,1 Prozent, ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte gegenüber Februar. Im März 2015 lag die Quote bei 5,2 Prozent. 2522 Menschen sind arbeitslos gemeldet; Ende Februar waren es noch 2773. Im März 2015 waren zwölf Arbeitslose mehr registriert.

Im Laufe des März meldeten sich im Berchtesgadener Land 823 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab. 460 davon nahmen eine Arbeit auf, 113 Menschen insgesamt gingen in Ausbildung oder Qualifizierung, 216 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 34 gaben sonstige Gründe für an. 574 Menschen meldeten sich im vergangenen Monat neu arbeitslos, 85 (12,9 Prozent) weniger als im Februar.

Derzeit sind der Arbeitsagentur im Berchtesgadener Land 773 offene Stellen gemeldet, das sind 111 mehr als im Vormonat. Von den 122 Stellenangeboten kommen aus dem Gastgewerbe, 111 aus Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und 98 aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Auf dem Ausbildungsstellenmarkt im Berchtesgadener Land gibt es 478 Bewerber (Vorjahr 449), gemeldet sind 720 Ausbildungsstellen, das sind 72 oder 9,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die beiden großen Berufsbereiche sind mit 224 Angeboten die Fertigungsberufe und mit 194 die Kaufleute und Handelsberufe. »Aktuell ist noch knapp die Hälfte aller Ausbildungsplätze unbesetzt«, erläutert Müller, »ebenso führen wir noch 227 junge Leute als unversorgt. Wir appellieren an Eltern, Arbeitgeber und Schulen, die Ausbildungssuchenden nach Kräften zu unterstützen, damit der Ausbildungsbeginn gut gelingt«, so Müller. fb