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Früheres Hotel soll Asylbewerber-Unterkunft werden

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Der Hotelbetrieb im Berghof ist 1997 eingestellt worden. Bis 2007 diente der Komplex bereits als vorläufige Asylbewerber-Unterkunft der Regierung von Oberbayern. (Foto: Bauregger)

Inzell. Aus dem ehemaligen Hotel Berghof an der Traunsteiner Straße in Inzell soll, einem Antrag des Besitzers entsprechend, eine Unterkunft für Asylbewerber werden. Unklar ist derzeit noch, wie viele Asylbewerber dort Platz finden können. Der Komplex ist bereits von 1997 bis 2007 als vorläufige Asylbewerberunterkunft der Regierung von Oberbayern genutzt worden, nachdem der Hotelbetrieb 1997 eingestellt worden war. An der Bausubstanz soll nichts verändert werden.


Da das ehemalige Hotel bereits einmal mit Asylanten belegt war, ging der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung an diesen Tagesordnungspunkt relativ gelassen heran. Bürgermeister Martin Hobmaier informierte die Gemeinderäte über den Plan des Besitzers, der Regierung von Oberbayern die Räumlichkeiten zu vermieten. Die Erschließung sei vorhanden. Nachbarschaftliche Einwände seien keine bekannt.

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Zweiter Bürgermeister Hans Egger und Dritter Bürgermeister Sigi Walch wollten wissen, wie viele Asylbewerber einquartiert werden sollen. Egger fragte darüber hinaus nach, ob es für Inzell eine Quotenzuweisung gebe. Hobmaier konnte die erste Frage nicht beantworten, da Details erst bekannt werden, wenn ein Plan vorliege. Eine Quote gebe es nur für die Bezirksregierung, die aber nicht fest auf einzelne Gemeinden heruntergebrochen wurde.

Gemeinderat Rudi Heitauer forderte eine enge Absprache mit dem Landratsamt, damit man genau wisse, woher die einzelnen, dort dann untergebrachten Familien herstammen. Er zeigte sich überzeugt, dass, wie in den Jahren 1997 bis 2007, die kirchlichen Einrichtungen und die Bevölkerung sich erneut einbringen und die Familien und Menschen unterstützen werden. Er sehe keine Schwierigkeiten in der Einquartierung, zumal die Inzeller durch den Eisschnelllaufsport, ständig mit Ausländern Kontakt haben und sich die Bevölkerung weltoffen zeige.

Der Gemeinderat stellte schlussendlich, ohne Gegenstimme, das Einvernehmen der Gemeinde zur beantragten Nutzungsänderung her. wb

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