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Fritzbox-Router gekapert

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Vor einer neuen Betrugsmasche warnt Kriminalhauptkommissar Christian Weiß in unserer Serie »Sicher im Internet«. Kriminelle kapern derzeit gezielt Fritzbox-Router. »Sie hinterlassen dann Telefonrechnungen in Höhe von mehr als 4000 Euro«, sagt der Leiter der Arbeitsgruppe Cybercrime bei der Kriminalpolizei Traunstein. »Hersteller AVM empfiehlt Nutzern, den Fernzugriff zu deaktivieren. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit dem Diebstahl von Millionen E-Mail-Daten.«


Bisher seien in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf noch keine Schadensfälle bekannt, sagt Weiß. »Da es sich um ein sehr aktuelles und neues Phänomen handelt, erfolgt hierzu aber ein Warnhinweis.«

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Durch die Betrüger erfolgt also von außen ein Zugriff auf die Fritzbox, dann werden teure Telefonmehrwertdienste aufgerufen. In kürzester Zeit sollen dabei horrende Telefonrechnungen von mehr als 4000 Euro zusammengekommen sein, dies berichtet etwa »Spiegel Online« von einem Opfer, über dessen Fritzbox über Nacht zu einem kostenpflichtigen Anschluss auf die Falkland-Inseln telefoniert worden sei.

Fritzbox-Hersteller AVM hat auf seiner Website einen Sicherheitshinweis und eine Anleitung für mögliche Betroffene veröffentlicht. Sämtliche auf dem Router eingerichteten IP-Telefone sollten unbedingt gelöscht, Kennwörter sollen geändert und der Fernzugriff über https oder den Dienst MyFritz deaktiviert werden, wenn er nicht wirklich genutzt wird.

Die Tipps unserer Serie »Sicher im Internet« können Sie auch im Internet auf unserer Homepage www.traunsteiner-tagblatt.de unter der Rubrik Service abrufen. SB