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Fritz Stahl 39 Jahre Vorsitzender des Aufsichtsrates

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Mit einem Blumenstrauß dankte Vorstandsvorsitzender Uwe Wieteck Fritz Stahl, der 39 Jahre Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wohnungsbaugenossenschaft Haidforst war. (Foto: Peter)

Traunstein. Die Wohnungsbaugenossenschaft Haidforst steht auf solidem Fundament. Das war der Tenor der Mitgliederversammlung im Gasthaus Sailer-Keller. Durch die gezielten Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen ist ihr Handeln zukunftsorientiert. Die Genossenschaft besitzt 473 Wohnungen und wird ehrenamtlich geführt.


Der Aufsichtsratsvorsitzende und Altbürgermeister Fritz Stahl schied wegen Erreichens der Altersgrenze nach 39 Jahren aus seinem Amt aus. Sein Nachfolger wird in einer Sitzung des Aufsichtsrates am heutigen Dienstag gewählt. Nach Informationen unserer Zeitung soll Hans Pagatsch Stahls Nachfolge antreten.

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Vorstand und Aufsichtsrat können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken. Wie in den Jahren zuvor habe man auch 2012 den Schwerpunkt auf die Sanierung der Wohnungen aus den Fünfziger- und Sechziger Jahren gelegt, um sie an den heutigen Standard anzupassen, berichtete Vorstandsvorsitzender Uwe Wieteck. Die energetische Sanierung von Gebäuden sei im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit gewesen.

Für die energetische Sanierung des Gebäudes Göllstraße 8 bis 12 habe man rund 600 000 Euro ausgegeben. Bei allen Verbesserungen an den Wohnungen: Für die Verantwortlichen der Genossenschaft, so hieß es, stehe immer der bezahlbare Wohnraum im Vordergrund. Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Stahl lobte vor allem das Engagement des Vorstands, der mit den Planungen eines Neubaus zukunftssichernde Maßnahmen für die Genossenschaft ergreife. Er bedankte sich bei Oberbürgermeister Manfred Kösterke für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Realisierung eines neuen Gebäudes mit voraussichtlich 16 neuen Wohnungen in Haidforst. Stahl sagte, es sei immer ein Wunsch gewesen, in der Genossenschaft Wohnungen mit Lift zu errichten und damit älteren Mietern, die mit dem Treppensteigen Probleme hätten, in ihrer gewohnten Umgebung einen Wohnraum bieten zu können.

»Wir freuen uns, gemeinsam mit der Wohnungsbaugenossenschaft Haidforst bezahlbaren und sicheren Wohnraum für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Traunstein zu schaffen«, entgegnete Kösterke. Die Genossenschaft sei ein sicherer und verlässlicher Partner der Stadt.

Die Siedlungsgenossenschaft Haidforst ist nach den Worten von Kösterke der größte Anbieter von Wohnungen im Stadtgebiet. Trotz starker Bautätigkeiten in der Stadt ist die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ungebrochen und es seien aktuell rund 400 Nachfragen gemeldet, so das Stadtoberhaupt. »Die in dieser Versammlung vorgetragenen Berichte zeigen, dass in dieser Genossenschaft hervorragend gearbeitet wird«, erklärte Manfred Kösterke.

Fritz Stahl sagte, in den ersten Jahren nach 1945 ging es um die Bereitstellung von Unterkünften, wobei einer Person vier Quadratmeter Wohnfläche zugesprochen worden seien. Stahl, der nach 39 Jahren das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden niederlegt, beendete die Mitgliederversammlung mit den Worten: »Die Tatsache, dass 473 Wohnungen zum Bestand der Genossenschaft gehören und ein weiteres Haus – erstmals mit Aufzug – dazukommen soll, zeigt, welchen Stellenwert die Wohnbau Haidforst in unserer Stadt, in unserem Landkreis hat«. MP