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Freundlicher Appell an Hundebesitzer

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Jagdvorsteher Albert Göls (links) befestigte mit den Bauernobleuten Franz Pletschacher und Doris Noichl das erste Hinweisschild.

Grassau – Ohne den erhobenen Zeigefinger appellieren nun die Grassauer Landwirte und die Jagdgenossenschaft mit ansprechenden Schildern an die Hundebesitzer. Statt eines Verbotsschilds schauen einem nun Kühe auf einer Weide tief in die Augen.


Eindeutig richten sich die neuen Schilder mit den Kühen und einem weißen kleinen Hund an den Tierfreund. Nach Auskunft der Grassauer Ortsbäuerin Doris Noichl versuche man mit diesen Schildern das Verständnis der Hundebesitzer für die Landwirtschaft, für gesunde Lebensmittel und für die Kühe zu schärfen. Hundekot in der Wiese, im Futter der Kühe, könne zu Krankheiten der Nutztiere führen und erhebliche Probleme bereiten. Dabei sei es doch für jeden Hundebesitzer ganz einfach, das Häufchen seines Vierbeiners mitzunehmen. Die Gemeinde Grassau hat an vielen Stellen Hundetoiletten installiert. Dort gibt es auch kostenlose Kottüten. Die Schilder basieren auch auf dem Vertrauen, das die Landwirte in die aufgeschlossenen Hundebesitzer haben. Jeder Hundefreund möchte, dass es seinem Liebling gut geht. Das gleiche Recht fordern auch die Landwirte für ihre Kühe.

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Bauernobmann Franz Pletschacher fügte hinzu: »Wichtig ist, dass die Naturfreunde beim Spazieren- und Gassigehen auch ihren Unrat wieder mitnehmen. Dosen und Flaschen sind nicht nur für landwirtschaftliche Geräte gefährlich, sondern ebenfalls für die Tiere.

Albert Göls, Landwirt und Jagdvorsteher, erklärte zudem, dass gerade jetzt – in einer Zeit, in der es viele Jungtiere gibt – es wichtig sei, dass Hunde in Waldbereichen angeleint bleiben. Auch wenn der Hund auf sein Herrchen hört, so sei der angeborene Jagdtrieb doch in jedem noch so lieben Hündchen vorhanden. Allein das Anschnuppern eines Rehkitzes reiche aus, dass die Mutter ihr Junges verlässt.

»Natürlich gibt es viele Hundebesitzer, die Wege und Wiesen sauber halten und bei diesen wollen wir Landwirte uns bedanken«, betonte Doris Noichl. »Bei den anderen wollen wir um Verständnis werben.« Aus dieser Perspektive sind die neuen Schilder, die die Landwirte gemeinsam mit der Jagdgenossenschaft ausgearbeitet haben, entstanden. Die Jagdgenossenschaft hat die 30 Schilder, die nun im gesamten Jagdgebiet aufgestellt werden sollen, finanziert. Auch an den Wanderparkplätzen werden die neuen Hinweisschilder stehen. Wer von den Landwirten Interesse an einem solchen Schild hat, kann sich bei Doris Noichl, Telefon 3961 melden. tb