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Freundeskreis wird von Jahr zu Jahr größer

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Mit ihrem »Josefi-Konzert« in der Aula der Staatlichen Berufsschule begeisterte die »Stadtmusik Traunstein« einmal mehr ihr treues Publikum, das von Jahr zu Jahr immer größer wird. Das Orchester brachte mit seinem Programm die Vielfalt der Blasmusik zum Ausdruck. (Foto: Buthke)

Traunstein – Von Jahr zu Jahr immer mehr Freunde findet das »Josefi-Konzert« der »Stadtmusik Traunstein« in der Aula der Staatlichen Berufsschule. Die über 30 Musiker spielten ein teilweise sehr schwieriges und anspruchsvolles Programm, das alle Facetten der konzertanten Blasmusik bot. In der Leitung wechselten sich Augustin Spiel und Daniel Schmid ab, die mit ihren Überleitungen den Zuhörern die Stücke näher brachten. Wie schon seit einigen Jahren üblich, begann das »Josefi-Konzert« mit dem Auftritt der »Jungen Traunsteiner Stadtmusikanten« unter der Leitung von Bálint Garaczi.


Eröffnet wurde das »Josefi-Konzert« von den »Jungen Traunsteiner Stadtmusikanten«, die unter der Leitung von Garaczi mit den Stücken »12 Clock Strikes«, »Star Wars«, »Pirates Cave«, »Smoke on the Water«, »Tyrannosaurus Rocks« und dem Radetzky Marsch bereits Beachtliches leisteten, obwohl sie erst im Oktober neu zusammengestellt wurden und einige junge Musikanten erst in diesem Schuljahr begonnen haben, ein Instrument spielen zu lernen.

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Abwechslungsreiches Programm

Mit dem passenden Konzertmarsch »Opening« eröffnete anschließend die »Stadtmusik Traunstein« das Konzert. Komponiert hat das Stück Ernst Hoffmann. Weiter ging es mit der »Mazury Rhapsody« von Alfred Bösendorfer. In Wirklichkeit heißt der Komponist Kees Vlak, der für verschiedene Genre der Blasmusik unterschiedliche Pseudonyme verwendet. Bekannt aus vielen Hollywood-Filmen ist der »Hochzeitsmarsch« von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Geschrieben hat ihn der Komponist als Schauspielmusik zum »Sommernachtstraum« von William Shakespeare.

Es folgte die Ouvertüre zu der Oper »Nabucco« von Giuseppe Verdi. Sie handelt unter anderem vom Streben der Israeliten aus der Babylonischen Gefangenschaft des tyrannischen Königs Nabuccodonosor zu fliehen. Das wohl bekannteste Lied ist der Gefangenenchor. Nach den Worten von Dirigent Spiel wurde das Lied in Italien die inoffizielle Nationalhymne. In die Pause ging es mit dem Walzer »Rosen aus dem Süden« von Johann Strauß. Es sei kein »Stehwalzer«, betonte Spiel, sondern wie bei Strauß üblich, ein großer Walzer mit vier Walzerfolgen.

Nach der Pause übernahm Schmid den Dirigentenstab. Den Konzertmarsch »Die Sonne geht auf« schrieb Rudi Fischer. Eine musikalische Stadtführung durch New York, der Stadt, die niemals schläft, wie einst Frank Sinatra sang, mit ihrem vielfältigen Geräuschen war das Stück »New York Overture« von Kees Vlak. Bodenständig und gemütlich ging es weiter mit der Jubiläumspolka »Glöggl Polka« von Engelbert Wörndle. Der Innsbrucker war 15 Jahre Kapellmeister der Musikkapelle Sistrans und Gründer der Blaskapelle »Karwenka«.

Mit dem Stück »Enjoy the Music« von Thomas Doss stellte die »Stadtmusik Traunstein« einmal mehr die Vielfalt der Blasmusik in Melodie, Harmonik und Rhythmik gekonnt heraus. Zu Ende ging das »Josefi-Konzert« in der Aula der Berufsschule mit dem Marsch »Jubelklänge«, der zum festen Repertoire zahlreicher Musikkapellen gehört. Komponiert hat ihn der 1882 in Klingenthal geborene Ernst Uebel.

Das restlos begeisterte Publikum ließ die Traunsteiner Stadtmusikanten nicht ohne Zugaben von der Bühne gehen. Zum einen gab es den bekannten »Laridah-Marsch« von Max Hempel, zum anderen wurde der »Castoldo-Marsch« gespielt. Bjr