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Freiwillige Feuerwehr Surberg war 79-mal im Einsatz

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Das Feuerwehrehrenzeichen  für 25 Jahre  aktive  Dienstzeit verlieh Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein (links) an Siegfried Mix. (Foto: Buthke)

Surberg – Über 79 Einsätze im vergangenen Jahr berichtete Kommandant Stefan Burghartswieser bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Surberg im Wirtshaus Lauter. Diese untergliederten sich in neun Brände, 35 Technische Hilfeleistungen (THL), 14 Sicherheitswachen, drei Fehlalarme und 18 sonstige Tätigkeiten. Die Zahl der Einsatzstunden betrug 1131. Die Mannschaftsstärke lag Ende 2016 bei 77 Feuerwehrdienstleistenden.


Einführung des Digitalfunks im Zentrum

Das Übungsjahr 2016 stand laut Burghartswieser ganz im Zeichen der Einführung des Digitalfunks. Dabei stand die praktische Einweisung der Feuerwehrler an den Funkgeräten im Vordergrund. Die Führungskräfte mussten zusätzlich eine Multiplikatorenschulung besuchen. Neben den Standardübungen hob er die Übung »Bauunfall« hervor, bei der eine verschüttete Person aus einer Baugrube gerettet werden musste. Bei den Übungen kamen 1152 Stunden zusammen.

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Mitte des Jahres wurde eine Führungsgruppe gegründet, um durch die veränderten Kommunikationsmöglichkeiten des Digitalfunks eine geordnete Einsatzstruktur zu schaffen. Schwerpunkte der elfköpfigen Sanitätsgruppe waren zum einen die sanitätsdienstliche Betreuung des Trachtenfestes in Lauter und zum anderen das Üben von Einsatztaktiken und die Materialkunde.

Die Jugendgruppe besteht aus drei Mädchen und 15 Buam. Sie beteiligte sich an der »Aktion Christbaum«, bei der 150 Christbäume im Gemeindegebiet eingesammelt wurden. Die Jugendlichen nahmen an mehreren Übungen teil und beteiligten sich am Kreisjugendfeuerwehrtag und am Berufsfeuerwehrtag. So kamen 338 Stunden zusammen. Insgesamt leistete die Freiwillige Feuerwehr Surberg nach den Worten des Kommandanten rund 4100 ehrenamtliche Stunden, was einem Aufwand von knapp 53 Stunden pro Feuerwehrmann entspricht.

Bei den Beschaffungen hob Burghartswieser den Ersatz für das 22 Jahre alte Mehrzweckfahrzeug im Wert von 100 000 Euro hervor. Durch Spenden des Burschenvereins Surberg (750 Euro), der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung (5250 Euro) und des Feuerwehrvereins Surberg (10 000 Euro) konnten ein Allradantrieb sowie Zusatzausstattung angeschafft werden. Für 3000 Euro gab es noch den Gerätesatz Absturzsicherung dazu. Weitere Anschaffungen waren eine Übungspuppe (400 Euro) und Kleiderspinde (1300 Euro). Die Malerarbeiten an der Fassade des Feuerwehrhauses kosteten 2800 Euro.

Neue Rettungstechniken testen

In seinem Ausblick für das laufende Jahr kündigte Burghartswieser an, man werde speziell bei der Technischen Hilfeleistung auf neue Rettungstechniken eingehen, weil neue Werkstoffe in den Kraftfahrzeugen verwendet würden. Außerdem müsse man sich mit der neuen Alarmierungsbekanntmachung über die Integrierte Leitstelle (ILS) vertraut machen. Zudem müsse man sich zusammen mit der Gemeinde Gedanken über einen Ersatz für das 31 Jahre alte Tanklöschfahrzeug machen.

Beim Surberger Feuerwehrverein standen die Neuwahlen im Vordergrund. Zum 1. Vorstand wiedergewählt wurde Hans Mader. Sein Stellvertreter wurde Christoph Haimerl. Er ersetzt Michael Wimmer, der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Für Siegfried Mix wurde Christian Hofmann zum Schriftführer gewählt. Einen Wechsel gab es auch beim Kassier. Benedikt Hollinger übernahm das Amt von Georg Wendlinger. 2. Kassier ist Benedikt Gschwendner. Zum Fähnrich wurde Konrad Eglseer gewählt. Fahnenbegleiter sind Korbinian Brandner und Johannes Freimoser. Die Kasse prüfen Georg Wendlinger und Franz Schallinger.

Schriftführer Mix gab einen Rückblick auf 2016 mit einem Kameradschaftsabend, der Absicherung beim Georgiritt, dem Tag der Vereine, dem Unterrichtstag für die Grundschule, dem Besuch der Grundschule und der Kindertagesstätte, der Teilnahme an der Fronleichnamsprozession sowie an den Gründungsfesten in Rabenden und Teisendorf, der Bewirtung bei der Gewerbeschau, der Absicherung beim Trachtenfest in Lauter, dem Aktivenausflug nach Garmisch-Partenkirchen und zum Kochelsee sowie der Teilnahme am Volkstrauertag. Ebenso wurde ein Hilfstransport nach Ungarn begleitet. Kassier Wendlinger berichtete von einem Defizit von knapp 1500 Euro. Darin berücksichtigt war bereits die Spende von 10 000 Euro für das Mehrzweckfahrzeug. Vorstand Mader ergänzte, dass der Feuerwehrverein über 293 Mitglieder hat.

Beeindruckende Leistung der Aktiven gewürdigt

Bürgermeister Josef Wimmer würdigte den Verein für die geleistete Arbeit und die Teilnahme an den Festen. Die Beteiligung mit 10 000 Euro an der Beschaffung des Mehrzweckfahrzeugs nannte er einen gewaltigen, finanziellen Kraftakt. Sein Dank galt ebenfalls den Aktiven. Was sie an Einsätzen und Ausbildung für die Gemeinde und die Bürger geleistet hätten, sei schon beeindruckend. Als erfreulich bezeichnete der Bürgermeister den Personalstand. Die Feuerwehr Surberg kümmere sich darum, dass Nachwuchs komme. Da hätten andere Feuerwehren ihre Probleme.

Von einem eindrucksvollen Bericht des Kommandanten sprach Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein, der demnächst zusammen mit Kreisbrandmeister Heinz Handrick aus dem Aktiven Dienst ausscheidet. Mit 4100 Stunden habe die Feuerwehr für die Bürger aus Surberg und Umgebung viel geleistet. Mit 28 Atemschutzgeräteträgern und 18 Jugendlichen sei sie gut aufgestellt. Unterstein lobte den Lehrgangsbesuch und ermunterte sie, auch bei den Leistungsabzeichen nicht nachzulassen. Mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit zeichnete er Siegfried Mix aus. Bjr