Freisprechungsfeier für 32 junge Maurer

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Gute Leistungen bei den Gesellen der Bau-Innung. Herausragend war dabei das Ergebnis von Thomas Mayer aus Ruhpolding mit der Note »sehr gut« in Theorie und Praxis. Mit auf dem Bild der Obermeister der Innung, Ernst Mayer (rechts) und Stellvertretender Obermeister Bernhard Fuchs.

Teisendorf. Trotz zunehmenden Fachkräftemangels in der Region geht dem heimischen Bauhandwerk der Nachwuchs nicht aus: 32 junge Maurer wurden im Braugasthof Alte Post in Teisendorf im Rahmen der Freisprechungsfeier der Bauinnung Traunstein-Berchtesgadener Land von Obermeister Ernst Mayer von den Verpflichtungen der Lehrzeit freigesprochen und in den Stand der Jung-Gesellen gehoben.


Der Obermeister ging auf die drei Jahre Berufsausbildung ein, die hinter den jungen Handwerkern liegen. »Ihr habt einen ersten Meilenstein für eure berufliche Zukunft gelegt«, betonte Mayer. Er sagte, dass von den Maurern gleich zu Beginn der Ausbildung einiges verlangt wurde, da auf den Baustellen stets Leistungsdruck herrsche. Andererseits würdigte er auch ihre Mitarbeit: »Ihr seid Leistungsträger von Anfang an gewesen.«

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Teisendorfs Bürgermeister Franz Schießl machte deutlich, dass in der Region im Baubereich viele attraktive Firmen ansässig sind. Die Baukonjunktur laufe erfreulich. Landrat Georg Grabner machte deutlich, dass die jungen Gesellen einen wichtigen Grundstein in ihrer beruflichen Entwicklung gelegt hätten: »Ihr habt mit dem Gesellenbrief ein Wertpapier erworben, das Bestand hat«. Der Landrat betonte, dass die besten Pläne und Architekten nichts nutzen würden, wenn es keine Handwerker gäbe, die diese dann bauseits ausführen würden.

Landtagsabgeordneter Klaus Steiner machte deutlich, dass gerade auch die Einführung und Stärkung der Mittelschulen wichtig sei, um für das Handwerk langfristig beruflichen Nachwuchs zu generieren.

Lehrlingswart Peter Schubert schilderte die Inhalte der Gesellenprüfung. Es sei ein ganz besonderer Jahrgang mit einer hohen Erfolgsquote 97 Prozent. Die jungen Maurer hätten ihre Sache gut gemacht. Ergänzend schilderte er die Aktion für die Neuanfänger in den Maurerklassen in der vergangenen Woche in der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land, in der jeder neue Lehrling von der Innung eine eigene Werkzeugkiste überreicht bekam. Schubert freute sich: »Ein starker Jahrgang – man sieht, die Betriebe trauen sich wieder mehr auszubilden«.

Obermeister Mayer betonte, dass sich die Regularien der Ausbildungsverhältnisse in den Jahrhunderten grundlegend geändert hätten. In einer kurzen Zeremonie sprach er die jungen Handwerker von den Pflichten des Lehrverhältnisses frei und erhob sie in den Stand der Jung-Gesellen. Prüfungsbester ist Thomas Mayer vom Ausbildungsbetrieb Mayer Hoch- und Tiefbau GmbH, Ruhpolding, der sowohl Theorie wie auch die Praxis mit der Bestnote »sehr gut« abschloss und mit einem Sonderpreis bedacht wurde. Ausgezeichnete Ergebnisse, die gesondert mit einer Prämie honoriert wurden, erreichten außerdem Sven Kunz (Vinzenz Bachmann, Schleching), Quirin Maier (Rupert Zach Schneizlreuth) und Christoph Pelzer (Posch Bau Nußdorf). awi

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