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Freie Wähler für den Endspurt im Wahlkampf gerüstet

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Grabenstätt. Vor der Vorstellung der Gemeinderats- und Kreistagskandidaten der Freien Wähler Grabenstätt (FWG) betonte Ortsvorsitzender und Gemeinderat Anton Mayrhofer mit Blick auf die anderen politischen Parteien und Gruppierungen, dass »bei uns alles ein bisschen anders ist«.


So habe man eine monatliche Bürgersprechstunde, in der er und seine beiden Gemeinderatskollegen Andreas Danzer und Doris Biller in den vergangenen Jahren regelmäßig über die Gemeindearbeit informiert hätten. Seit der Wiedergründung 2006 habe sich eine treue Schar von Mitgliedern gebildet, die an den Monatsversammlungen teilnehme.

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»Die Freien Wähler Grabenstätt werden auch im künftigen Gemeinderat verantwortlich handeln, transparent informieren und für eine Politik von Grabenstättern für Grabenstätt stehen«, versprach Mayrhofer. Besonders wichtig sei der FWG die frühzeitige Beteiligung und Einbindung der Bevölkerung bei wichtigen kommunalpolitischen Projekten. »Jeder Bürger kann zu uns kommen und seine Sorgen loswerden«, betonte der Ortsvorsitzende.

In den vergangenen sechs Jahren sei in Grabenstätt in der Tat viel erreicht worden, aber es gelte auch in der Zukunft noch viel zu tun. Exemplarisch nannte Mayrhofer die Hirschauer Bucht, den Hochwasserschutz und ein neues Baugebiet für Einheimische. Bei der Kommunalwahl strebe man eine »ausgeglichenere Sitzverteilung im Gemeinderat« an. Gerne hätte man den ein oder anderen Sitz mehr im neuen Rat und am besten natürlich einen eigenen Bürgermeister, zeigte sich Mayrhofer optimistisch und übergab das Wort an den FWG-Bürgermeisterkandidaten Andreas Lukas, derzeit noch Kämmerer im Markt Holzkirchen.

Dass er kein Alteingesessener sei, müsse kein Nachteil sein, denn so könne er das Geschehen »von außen aus einer neutralen Position« unvoreingenommen beäugen, sagte Lukas. Von Vorteil sei auch, dass er beruflich Erfahrungen aus vier Gemeinden unterschiedlicher Größe mitbringe.

Falls er am 16. März die Wahl für sich entscheide, wolle er sich ganz bewusst »für mehr gelebte Transparenz und Bürgerbeteiligung einsetzen«, versprach Lukas. Was die Trinkwasserversorgung Marwang anbelange, sei es für ihn nicht nachvollziehbar, dass man es in zwölf Jahren nicht geschafft habe, eine Schutzzone um den Brunnen Eggerhausener Holz einzurichten. Auch dass Entscheidungen wie die Einrichtung des Notverbundes in nichtöffentlicher Sitzung gefällt würden, sei unverständlich, so Lukas. Die Attraktivität der Gemeinde müsse auch in Zukunft durch Arbeitsplätze und Bauland gewahrt bleiben.

Der Landratskandidat der Freien und Unabhängigen Wähler, Andreas Danzer, prangerte den hohen Schuldenstand des Landkreises Traunstein an, der sich wie alle Landkreise über die Kommunen finanziere und selbst nichts erwirtschafte. Mit den Verbindlichkeiten aus den haushaltstechnisch ausgelagerten Bereichen Kreisaltenheime, Kreiskliniken und sozialer Wohnungsbau beliefen sich die Schulden sogar auf rund 91 Millionen Euro, betonte Danzer und verwies auf hohe Zinsbelastungen. Hier gelte es, die Sparschrauben an den richtigen Stellen anzusetzen, ohne dabei auf notwendige Investitionen zu verzichten. Die Kreisumlage sei mit 55 Prozent viel zu hoch und stelle vor allem finanziell nicht so gut aufgestellte Gemeinden vor große Probleme.

Als Landrat würde er sich dafür einsetzen, »die Kreisumlage zu deckeln«, so der FW/UW-Kreisvorsitzende und Kreisrat. Ein großes Anliegen sei ihm auch, dass die Chiemsee-Region in Zukunft wieder von einem gemeinsamen Tourismusverband vermarktet werde. mmü

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