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Frauenbund Heilig Kreuz aufgelöst

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Traunstein. Der Katholische Frauenbund Heilig Kreuz ist aufgelöst. Nach dem Rücktritt der Vorstandschaft fand sich keine neue Vorsitzende mehr. Bei der Auflösungsversammlung bekam die langjährige Vorsitzende Brigitte Huber für ihr ehrenamtliches, freiwilliges Engagement sowie für 45 Jahre Mitgliedschaft eine Ehrenurkunde des Staatsministeriums – unterschrieben von Christine Haderthauer. Zudem gab es eine Ehrennadel vom Verband, die Andrea Jäger vom Diözesanverband überreichte.


Jäger leitete auch die Versammlung. Die 24 anwesenden Mitglieder stimmten für die Auflösung. »Es stimmt ein wenig traurig, wehmütig und nachdenklich, wie einfach es ist, all den Einsatz, für den viele Frauen bereit waren, so einfach aufzugeben«, sagte Huber.

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Am 13. Januar 1988 wurde auf Anregung der Vorsitzenden des Frauenbundes St. Oswald, Rosi Mengele, in der Pfarrei Heilig Kreuz ein eigener Frauenbund gegründet. Gerda Mayer wurde als kommissarische Leiterin eingesetzt. 1990 stand dann die Wahl der Vorstandschaft an. 1994 wurde Brigitte Huber zur Vorsitzenden gewählt, sie führte dieses Amt nun bis zum Schluss aus. 175 Mitglieder zählte der Zweigverein Heilig Kreuz beim Start, in diesem Jahr sind es nur noch 63 gewesen.

1998 kam es zu gemeinsamen Neuwahlen, da auch St. Oswald keine Vorsitzende mehr hatte. In den nächsten vier Jahren versuchte, eine gemeinsame Vorstandschaft miteinander den Frauenbund zu leiten. Aber immer wieder kam die Frage auf: »Wäre es nicht einfacher, den früheren Zustand mit zwei Zweigvereinen wiederherzustellen?« 2002 kam es schließlich wieder zur Auflösung des Zusammenschlusses.

Über die Jahrzehnte hinweg wurde viel geleistet: Der Frauenbund war beim Fastenessen, bei der Josefifeier, beim Pfarrfest, bei Fronleichnam, beim Adventsbasar oder beim Erntedank engagiert. Es wurden Osterkerzen, Palmbuschen oder Kräuterbuschen gebastelt. All die Erlöse – insgesamt waren es 89 000 Euro – ging unter anderem nach Altamira, in den Sudan oder an das Familienpflegewerk. »Die Renovierung des Kreuzweges haben wir auch ermöglicht«, so Huber.

Sie bedankte sich am Ende bei den Mitgliedern und »bei meinen unermüdlichen Helferinnen, die stets mit mir für die Pfarrei ein vielseitiges Angebot zur Freude alles geschaffen haben.« Huber erwähnte auch Pater Ferdinand und dankte ihm »für die gute Zusammenarbeit, für das Verständnis und die Unterstützung und ihr Vertrauen in uns Frauen«. Auch seine Vorgänger Pater Hermann, Pater Johannes, Pater Josef und Pater Wieland haben gewusst und geschätzt, was Frauenbundfrauen zu leisten vermögen, sagte sie. Sie dankte auch ihren Vorstandskolleginnen Rosi Kaiser, Erika Bergmann und Monika Bruckner.

»Meine letzte Aufgabe ist es nun, die restlichen Mitglieder zu besuchen und zu fragen, ob sie Mitglied in St. Oswald, Einzelmitglied oder den Austritt wollen«, sagte Huber. »Ich hoffe, dass die meisten Mitglieder in St. Oswald bleiben.« Es liege nun wohl an den jungen Frauen, Neues mit Altbewährtem auf den Weg zu bringen.