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Frauenbrunnkapelle erstrahlt in neuem Glanz

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Kirchenmaler Wolfgang Lauber reinigte den Altar der Frauenkapelle. (Foto: Mix)

Traunreut – Die Pfarrei Traunwalchen hat in die Jahre gekommene Kirchendenkmäler restaurieren lassen: Das Innere der Frauenbrunnkapelle erstrahlt in neuem Glanz, der »Auferstandene Christus« in der Kirchstätter Kirche und ein Gemälde in der Pfarrkirche zur Erinnerung an den Krieg 1870/71 sind restauriert. Die Pfarrei hatte im vergangenen Herbst mit einer Benefizveranstaltung den Anstoß für eine Spendenaktion zugunsten der renovierungsbedürftigen Kirchendenkmäler gegeben. Die Spendenbereitschaft war so hoch, dass sich inzwischen mit Hilfe eines Zuschusses des Ordinariats die drei wichtigsten Projekte verwirklichen ließen.


Die größte Maßnahme war die Frauenbrunnkapelle. Hier wurden die Innenwände von Rußablagerungen und dem Schmutz vieler Jahre befreit. Die Farben wurden nachgearbeitet und fixiert, um sie länger zu erhalten. Kirchenmaler Wolfgang Lauber reinigte in seiner Werkstatt den Altar der Kapelle. Er strahlt nun wieder in frischen Farben.

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Hinter dem Altar kam ein Bild zutage, das unter der Wandfarbe durchschimmert. Die Wiederherstellung dieses Gemäldes wäre jedoch sehr aufwändig und teuer und ist darum vorerst nicht geplant. Was noch ansteht, ist die Säuberung des kleinen Kamins, unter dem die Kerzen stehen. Künftig sollen in der Kapelle nur noch rußarme Kerzen verwendet werden, die man an Ort und Stelle erwerben kann, so Kirchenpfleger Roland Huber. Den »Auferstandenen Christus« reparierte der Pertensteiner Bildhauer Mathias Schneider. Er ersetzte fehlende Gliedmaßen und beseitigte alte Bruchstellen. Kirchenmaler Lauber sorgte anschließend dafür, dass die Figur in frischen Farben erstrahlt. Auch am Gemälde zur Erinnerung an den Krieg von 1870/71 wurden fehlende Teile des Rahmens erneuert, das Bild wurde gereinigt und ausgebessert.

Insgesamt fielen für diese drei Maßnahmen bisher Kosten von rund 13 000 Euro an, die je zur Hälfte die Pfarrei und das Ordinariat tragen. Etwas mehr als 8000 Euro gingen an Spenden ein, sodass der Anteil der Pfarrei damit abgedeckt ist.

»Es ist einiges passiert im letzten halben Jahr«, freut sich Roland Huber. Doch es gebe schon die nächsten Projekte, die man anpacken will. Die Krippenfiguren der Traunwalchner Kirche und ein Tempel für die Krippe sind noch zu restaurieren. Und danach finden sich sicherlich zahlreiche andere Dinge, die man bei ausreichend zur Verfügung stehenden Mitteln wieder herrichten kann und will. »Es wäre doch zu schade, wenn die auf dem Dachboden verkommen«, sagt der Kirchenpfleger. mix