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Franz Schlechter sen. erhält den Ehrenring der Gemeinde

Reit im Winkl. »Der ist genau der Richtige«, fasste am Ende einer kurzen Aussprache die Rätin Uschi Grünbacher (Freie Wähler) einen Tagesordnungspunkt in der jüngsten Gemeinderatssitzung zusammen, »einen Besseren finden wir nicht.« Sie bezog sich dabei auf einen verdienten Ortsbürger, dem in wenigen Wochen mit dem Ehrenring die höchste Auszeichnung der Gemeinde verliehen werden soll: Franz Schlechter sen..

Franz Schlechter sen. (rechts) trat anlässlich des Festabends »150 Jahre Tourismus« mit Alfred Diesl (Mitte) und Andreas Hausberger auf, sie gehörten über Jahrzehnte als »Die Reit im Winkler Sänger« zum musikalischen Inventar des Bergortes.

Dieser Ring wird am Ort nur an drei lebende Personen vergeben, derzeit sind die Olympiasiegerinnen Rosi Mittermaier-Neureuther und Evi Sachenbacher-Stehle Trägerinnen dieses Ringes. Der dritte Ehrenring war 1993 an Maria Hellwig vergeben worden, seit ihrem Tod im November 2010 ließ sich die Gemeinde Zeit bei der Frage, wer jetzt diese hohe Auszeichnung entgegennehmen soll. Nun also fiel die Wahl auf Franz Schlechter sen., ein Vorschlag, den die Räte nach wenigen Wortmeldungen einstimmig unterstützten.

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In nüchternen Zahlen wurde das jahrzehntelange, über die Maßen verdienstvolle Engagement des heute 89-Jährigen dargestellt: So gehört Franz Schlechter seit 70 Jahren der Musikkapelle Reit im Winkl an, war 47 Jahre Vorstand des Theatervereins, leitete über 40 Jahre die Begrüßungsabende »charmant und souverän«, war jahrzehntelang Hochzeitslader und aktives Mitglied in weiteren Vereinen und auch im Gemeinderat war er eine Amtszeit vertreten. Gewürdigt wurden auch seine Verdienste um die Reit im Winkler Skischule, die er 1951 mit vier weiteren Skilehrern gründete, sie als Leiter kontinuierlich ausbaute und mit bis zu 130 Skilehrern zu einem der größten Arbeitgeber des aufstrebenden Ferienortes weiter entwickelte. Abschließend heißt es im Begründungsschreiben der Verwaltung: »Was Maria Hellwig in der Außenwerbung für unseren Ort darstellte, das erfüllte Franz Schlechter vor Ort. Er ist deshalb auch der würdige Nachfolger von Maria Hellwig bei der höchsten Auszeichnung unseres Heimatortes.«

Die Gemeinderäte unterstützten diesen Vorschlag einhellig und fanden in einigen Wortmeldungen ebenfalls ein hohes Maß an Anerkennung, »Reit im Winkl hat bei vielen Gästen einen guten Ruf und oft wird der Ort in einem Atemzug mit Franz Schlechter erwähnt«, erklärte Michael Neumaier (Freie Wähler). Die Überreichung wird im Anschluss an die nächste Bürgerversammlung am Freitag, 15. März, im Festsaal an der Tiroler Straße erfolgen. ost