weather-image

Franz Pfeffer macht weiter

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die Metall-Innung hat ihre Vorstandschaft wiedergewählt (von links): Obermeister Franz Pfeffer, sein Stellvertreter Michael Kettenberger, Fritz Graßl, Wolfgang Knottek, Christian Mayr, Rupert Steiner und Franz Huber. (Foto: Wittenzellner)

Franz Pfeffer bleibt Obermeister der Metall-Innung Traunstein – Berchtesgadener Land. Bei der Jahreshauptversammlung in Freilassing wurde er in seinem Ehrenamt bestätigt. Auch sein Stellvertreter Michael Kettenberger aus Trostberg wurde wiedergewählt.


Der alte und neue Obermeister ging in seinem Bericht auf Aktivitäten in der Innung ein. Auch einen Innungsausflug, der sowohl den Zusammenhalt der Innungsmitglieder fördern wie auch ein fachliches Thema vertiefen solle, wurde angeregt. Zum Thema Asylbewerber sagte der Obermeister mit Blick auf den Arbeitsmarkt, dass sich auch in einer Fachtagung viele Kollegen von ihm kritisch geäußert hätten, dass diese im Arbeitsmarkt Fuß fassen könnten. Auch eine Ausbildungsmesse speziell für Asylsuchende und Flüchtlinge im Bildungszentrum in diesem Jahr habe nicht den erhofften Erfolg gebracht.

Anzeige

Erst Ausbildung, dann Abschiebung?

»Aber ich möchte auch niemanden ausbilden, der hinterher wieder abgeschoben wird«, sagte Pfeffer kritisch. Sein Vorstandskollege Kettenberger berichtete dagegen von positiven praktischen Erfahrungen mit einem eingestellten Asylbewerber. Auch andere konnten positive Erfahrungen mit jungen eingestellten Flüchtlingen und Asylbewerbern bestätigten. Einig waren sich die anwesenden Mitglieder, dass der unkontrollierte Zustrom von Asylbewerbern gestoppt werden müsse.

Kritisch ging er auch auf einen Lehrermangel in der Gewerblichen Berufsschule Traunstein im Fachbereich Metallhandwerk ein. Er lobte das duale Ausbildungssystem, übte aber auch deutliche Kritik. So sinke das Niveau der Auszubildenden zunehmend, was er auch dem Schul- und Ausbildungssystem anlastete. Eine ähnliche Entwicklung stelle man auch für die Meisterprüfung fest. Hier müsse die Innung Flagge zeigen und ihre Kritik an den entscheidenden Stellen anbringen, betonten einzelne Mitglieder.

Die Berufsinformationsmesse in Salzburg, die BIM, fand bei den Anwesenden wenig Zustimmung – man befürchtete hier eine weitere Abwanderung von Auszubildenden nach Österreich und könne auch nicht nachvollziehen, dass der Landkreis Berchtesgadener Land sich hier finanziell engagiere.

Haushaltsplan der Innung genehmigt

Die Geschäftszahlen der Innung für das Kalenderjahr 2014 legte Kreishandwerksgeschäftsführer Gerhard Wittenzellner vor. Diese zeigten gesunde Verhältnisse und wurden einstimmig genehmigt und der Vorstandschaft Entlastung erteilt. Auch der Haushaltsplan für das laufende Jahr wurde ohne Gegenstimme verabschiedet.

Nicht nur die Neuwahl der Vorstandschaft stand auf der Agenda. Auch der Prüfungsausschuss-Meisterbeisitzer Metallbauer, der Berufsbildungsausschuss, der Rechnungsprüfungsausschuss und Lehrlingsstreitigkeitenausschuss waren wiederzuwählen. Als Obermeister wurde ohne Gegenstimme Franz Pfeffer aus Freilassing wiedergewählt. Auch sein Stellvertreter Michael Kettenberger aus Trostberg stellte sich für das Ehrenamt wieder zur Verfügung. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Fritz Graßl aus Traunstein, Wolfgang Knottek aus Traunreut, Christian Mayr aus Saaldorf, Rupert Steiner aus Chieming und neu Franz Huber aus Palling. Graßl bleibt zudem Prüfungsausschuss-Meisterbeisitzer Metallbauer.

In einem Fachvortrag gingen die Referenten der Firma Wattline auf die Möglichkeiten der Energie- und Kosteneinsparung ein, was gerade für energieintensive Betriebe bei gleichzeitig sinkenden Gewinnmargen von zunehmend wichtiger Bedeutung ist. awi

Mehr aus der Stadt Traunstein