weather-image

Franz Parzinger kandidiert wieder in Traunreut

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Der Traunreuter Bürgermeister Franz Parzinger (links im Bild mit dem CSU-Orts- und Fraktionsvorsitzenden Reinhold Schroll) wird bei den Kommunalwahlen 2014 wieder für die CSU als Bürgermeisterkandidat ins Rennen gehen. Die Mitglieder wählten ihn bei der Aufstellungsversammlung einstimmig. (Foto: Rasch)

Traunreut. Franz Parzinger wird bei den Kommunalwahlen im März 2014 wieder für die CSU für das Bürgermeisteramt kandidieren. Die Mitglieder wählten ihn bei der Aufstellungsversammlung in der Sportplatzgaststätte Traunreut einstimmig. Mit diesem 100-prozentigen Votum wurde eine breite Geschlossenheit demonstriert und dem Stadtoberhaupt gleichzeitig das uneingeschränkte Vertrauen für weitere sechs Jahre als Bürgermeister ausgesprochen.


Franz Parzinger habe in seiner mittlerweile knapp elfjährigen Amtszeit eine erfolgreiche Bilanz vorzuweisen, sagte der Ortsvorsitzende Reinhold Schroll. Er habe nicht nur längst fällige Bauten verwirklicht, sondern auch zur Verbesserung des Images und zur Stärkung der Wirtschaftskraft beigetragen. Er habe auch gezeigt, dass er Probleme lösen könne und dass er kein »Schönwetterbürgermeister« sei. »Traunreut hat von seinem Einsatz profitiert.«

Anzeige

Weiter räumte Schroll ein, dass mit Parzinger auch eine kontinuierliche Entschuldung bei gleichzeitig hohen Investitionen gelungen sei. Die größte Stadt im Landkreis Traunstein mit rund 21 000 Einwohnern ist eine der wenigen schuldenfreien Kommunen im Landkreis und hat darüber hinaus noch ein beachtliches Polster auf der hohen Kante.

Er setze weiterhin auf eine Politik mit Augenmaß und Vernunft, sagte Parzinger. Das einstimmige Votum sei auch für ihn ein Beleg einer erfolgreichen Arbeit, sagte er dem Traunsteiner Tagblatt. Sofern ihm die Bürger erneut das Vertrauen schenken, werde er mit großer Freude die künftigen Aufgaben anpacken. Seiner Rückschau auf die letzten Jahre war zu entnehmen, dass neben Großbaustellen im Bereich des Hoch- und Tiefbaus auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, wie Kultur, Bildung, Kinderbetreuung oder Klimaschutz einiges bewegt wurde. Ein großes Thema sei der Schulsprengel im Grundschulbereich gewesen, der sich trotz heftiger Kritik aus der Elternschaft letztlich zum Positiven entwickelt habe.

Um die vom Gesetzgeber geforderten Krippenplätze vorzuhalten, habe die Stadt mit dem Bau einer Kinderkrippe ihre Hausaufgaben bereits erledigt, bzw. sei gerade dabei, diese zu vervollständigen. In der Brandenburger Straße wird derzeit eine zweite Kinderkrippe für 50 Plätze neu gebaut. Zusätzlich dazu baut die Jugendsiedlung an der Adalbert-Stifter-Straße ein Haus für Kinder, in dem weitere 36 Krippenplätze und 50 Kindergartenplätze angeboten werden. Für das im Bau des »Kinderhauses«, das ebenfalls im August bezugsfertig sein wird, hat die Stadt rund zwei Millionen Euro übernommen. Insgesamt gibt es in Traunreut dann 136 Betreuungsplätze im Kleinkinderbereich und über 550 Plätze in den sieben Kindergärten und im Hort.

Der Landkreis werde noch heuer mit der Sanierung bzw. dem Neubau des Heidenhaingymnasiums beginnen. Durch den Abriss des Ostflügels, müsse auch die seit Jahrzehnten im Untergeschoß untergebrachte städtische Bücherei ausziehen. Bis zur Fertigstellung der neu geplanten Bibliothek müsse deshalb eine Übergangslösung für die Bücherei gefunden werden. »Wir sind auf einem guten Weg«, räumte Parzinger dazu ein und erklärte, nähere Details bezüglich einer Übergangslösung in einer der nächsten Stadtratssitzungen bekannt zu geben. Unter anderem erinnerte der Bürgermeister auch an die Beseitigung der Rüstungsaltlasten der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt.

Im Rahmen der Nominierungsversammlung äußerte sich der Ortsvorsitzende auch zum Abschneiden des Traunreuter Bürgermeisters bei der Vornominierung zum Landratskandidaten des CSU-Kreisverbandes. Wie berichtet, hatte Franz Parzinger trotz positiver Signale vieler Parteifreunde, ihn zu unterstützen, eine niederschmetternde Niederlage hinnehmen müssen. Der Grund für dieses desaströse Ergebnis liegt in den Augen von Schroll darin, dass Parzinger zum Zeitpunkt der Vornominierung zu 100 Prozent für seine Stadt eingetreten und nicht seine persönliche Karriere in den Vordergrund gestellt habe. Die Retourkutsche bekomme die Stadt Traunreut jetzt von den Nachbargemeinden deutlich zu spüren: Von allen Seiten hagle es Einwände gegen das geplante BayWa / Kaufland-Projekt. Für sein Dafürhalten sollten in der Politik mehr die Leistungen zählen. ga