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Franz Ober ist Haslacher »Ehrenmitbürger«

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Deshalb entsprach es voll der Wahrheit, als Albert Rosenegger in der in seiner bekannt humorvollen Art gehaltenen Laudatio von einer besonderen Ehrung sprach, die es bis dato erst einmal auf der Welt gegeben habe. Als aus Rabenden »Zuagroaster« sei Ober sehr bald in seiner Wahlheimat in einem sehr kleinen Umfeld mit viel Enthusiasmus tätig geworden. »Von Anfang an hat er uns mit seinem Gemeinsinn überzeugt«, stellte der Laudator fest. Die anfängliche Skepsis sei schnell großer Wertschätzung gewichen.


Als »Schlaucherfahrener« habe ihn sein erster Weg zur Freiwilligen Feuerwehr Haslach geführt, bei der er in verschiedenen Funktionen tätig gewesen sei, unter anderem als Zweiter Kommandant und Zweiter Vorsitzender. Auch wenn seine Schießleistungen zu wünschen übrig ließen, sei er dennoch mit ganzem Herzen bei der Schützengesellschaft »Edelweiß« Haslach dabei gewesen. 1978 habe er den Schützen in einem seiner Häuser kostenlos Gastfreundschaft und Unterschlupf gewährt und ihnen damit zum Aufschwung verholfen. Der Freizeitsportverein (FSV) Haslach sei ohne die Familie Ober unvorstellbar. »Sie ist nicht nur beteiligt, sondern auch tatkräftig eingebunden.« Ober habe beispielsweise maßgeblichen Anteil am Bau einer Sommerstockbahn auf seinem Grundstück gehabt.

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Bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach sei er eines der ersten fördernden Mitglieder gewesen. Ihm sei es dabei insbesondere um den Erhalt des Kriegerdenkmals als Wahrzeichen für das Erinnern und gegen das Vergessen gegangen. Ebenfalls habe er seine Stimme in der Kirchenverwaltung eingebracht. »Die Haslacher Pfarrkirche war für ihn nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Stück Heimat«, so Rosenegger über seine Tätigkeit als Kirchenpfleger. Ihm sei es auch zu verdanken, dass das Kirchenholz ein forst-lich anerkanntes Musterholz ist. Bei der Wiedergründung des Gartenbauvereins Haslach habe er entscheidende Fäden gezogen, obwohl er selbst nicht der große »Gartler« sei. Die Gartenpflege sei seiner Frau Helga vorbehalten. Mit dem Frauen- und Mütterverein Haslach habe er von der Sache her jedoch wenig zu tun gehabt, meinte Rosenegger schmunzelnd.

Nicht ausdrücklich erwähnt wurde das kommunalpolitische Engagement Obers als Haslacher Gemeinderat bis 1978 und danach als Stadtrat in Traunstein. Bjr