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Frankfurter Weihnachtsbaum kommt aus Inzell

Inzell. Der Weihnachtsbaum für den Weihnachtsmarkt in Frankfurt stammt in diesem Jahr aus Inzell. Eine Delegation aus der Main-Metropole wählte nun aus drei hochgewachsenen, attraktiven Bäumen in den Wäldern bei Inzell den schönsten aus. Einstimmig entschied sich die Jury für eine schön gewachsene Fichte im Wandergebiet Falkensee-Krottensee.

Die Frankfurter Delegation bei der Besichtigung des zweiten Baumes im Adlgasser Wald. Mit dabei waren (von rechts) Hubert Foidl (ITG), Peter Renoth vom Forstbetrieb Berchtesgaden, der Frankfurter Stadtrat Michael Paris und ITG-Chef Gerhard Steinbacher im Kreise von Journalisten. (Foto: Mergenthal)

Dieser Baum steht im Privatwald von Landwirt Kajetan Kumminger, ist 29 Meter hoch und geschätzte 140 Jahre alt. Besonders ihr gleichmäßiger Wuchs überzeugte die Frankfurter. Zur Jury gehörten Kurt Stroscher und Thomas Feda vom Veranstalter Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main, Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender Michael Paris sowie Journalistinnen. Vertreten waren die Zeitungen Welt, FAZ, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse und Journal Frankfurt.

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Insgesamt wurden drei Bäume besichtigt. Begleitet wurden die Gäste von Gerhard Steinbacher sowie Hubert Foidl von der Inzeller Touristik GmbH (ITG), Bauhof-Leiter Gottfried Graf und Peter Renoth, Stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten. Neben dem Siegerbaum begutachtete die Truppe eine Fichte im Adlgasser Wald und eine Tanne am Teisenberg, beide stehen im Staatswald.

»Das ist bei uns ein großer Akt«, berichtete Feda, Geschäftsführer des Weihnachtsmarkt-Veranstalters, über die Christbaumsuche und -aufstellung. Jedes Jahr komme der Frankfurter Weihnachtsbaum woanders her. Bisher kamen die Bäume unter anderem aus Norwegen, Österreich und der Schweiz. Der letztjährige Baum sollte aus Weimar kommen, doch diese Stadt sagte im letzten Moment ab, die Frankfurter mussten damit in ihrem eigenen Stadtwald auf die Suche gehen.

Dort wachsen keine so hohen Bäume wie in Inzell, weshalb die Gäste von allen drei Inzeller Exemplaren begeistert waren. Die Wahl fiel deshalb auch nicht leicht. »Wir leisten uns immer den größten, frei geschlagenen Baum Deutschlands«, erläutert Feda. Die Höhe solle immer an die 30 Meter sein. Frankfurts großer Konkurrent in Sachen Weihnachtsbaum sei die Stadt Dresden.

Anfang November wird die Fichte gefällt

Anfang November wird die ausgewählte Fichte nun gefällt und am 5. November mit einem Schwertransporter nach Frankfurt gebracht. Dort wird der Baum am 7. November vor dem Rathaus aufgestellt. Bis zur Eröffnung des Christkindlmarktes am 26. November wird er noch »kosmetisch« behandelt, zum Beispiel werden bei Lücken im Bewuchs Zweige angestückelt.

Mit über 5000 Lampen bestückt wird er das Erkennungszeichen des Weihnachtsmarktes auf dem Frankfurter Römer sein. Bei der Aufstellung und Eröffnung werden Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier und die ITG, die einen Infostand bekommen wird, in Frankfurt dabei sein. vm